
verwischen
Etwas (z.B. Schrift, eine Zeichnung oder Farbe) durch Reiben oder Wischen unklar oder unleserlich machen.
Die Tinte war noch nicht trocken und ich habe den letzten Satz mit der Hand verwischt.
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Etwas (z.B. Schrift, eine Zeichnung oder Farbe) durch Reiben oder Wischen unklar oder unleserlich machen.
Die Tinte war noch nicht trocken und ich habe den letzten Satz mit der Hand verwischt.

Im übertragenen Sinne die Grenzen oder Unterschiede zwischen Dingen unklar machen oder Spuren beseitigen, um etwas zu verbergen.
Der Täter versuchte, seine Spuren am Tatort zu verwischen.

Unklar oder undeutlich werden, wie zum Beispiel eine Erinnerung oder die Konturen von etwas in der Ferne.
Mit der Zeit verwischen sich die Erinnerungen an die Kindheit.
„Verwischen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „ver-“ deutet hier oft ein unklares oder negatives Ergebnis des Wischens an und bleibt immer mit dem Verb verbunden.
Ich habe aus Versehen deine Notizen verwischt.
Im übertragenen Sinn wird „verwischen“ oft mit abstrakten Nomen verwendet. Die häufigsten Wendungen sind „Spuren verwischen“, „Grenzen verwischen“ und „Unterschiede verwischen“.
Durch die Globalisierung verwischen die kulturellen Grenzen immer mehr.
Wenn etwas von selbst unklar wird, verwendet man die reflexive Form „sich verwischen“. Das Subjekt ist dann die Sache, die undeutlich wird, zum Beispiel „Erinnerungen“ oder „Konturen“.
Im Nebel verwischten sich die Konturen der Häuser.
Vertuschen bezeichnet das Verheimlichen eines negativen Vorfalls insgesamt und kann dabei das Beseitigen von Hinweisen einschließen. Verwischen betont dagegen das Unkenntlichmachen oder Beseitigen der Spuren, durch die man etwas erkennen könnte. Geht es um die ganze Tat, passt vertuschen; geht es um ihre Hinweise, verwischen.

Die Verantwortlichen wollten ihre Tat verbergen und verwischten deshalb die Spuren.
Die Verantwortlichen wollten den Unfall vertuschen und meldeten ihn nicht.