verwischen
Etwas (z.B. Schrift, eine Zeichnung oder Farbe) durch Reiben oder Wischen unklar oder unleserlich machen.
Die Tinte war noch nicht trocken und ich habe den letzten Satz mit der Hand verwischt.

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Etwas (z.B. Schrift, eine Zeichnung oder Farbe) durch Reiben oder Wischen unklar oder unleserlich machen.
Die Tinte war noch nicht trocken und ich habe den letzten Satz mit der Hand verwischt.

„Verwischen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „ver-“ deutet hier oft ein unklares oder negatives Ergebnis des Wischens an und bleibt immer mit dem Verb verbunden.
Ich habe aus Versehen deine Notizen verwischt.
Im übertragenen Sinn wird „verwischen“ oft mit abstrakten Nomen verwendet. Die häufigsten Wendungen sind „Spuren verwischen“, „Grenzen verwischen“ und „Unterschiede verwischen“.
Durch die Globalisierung verwischen die kulturellen Grenzen immer mehr.
Wenn etwas von selbst unklar wird, verwendet man die reflexive Form „sich verwischen“. Das Subjekt ist dann die Sache, die undeutlich wird, zum Beispiel „Erinnerungen“ oder „Konturen“.
Im Nebel verwischten sich die Konturen der Häuser.
„verlaufen“ und „verwischen“ können beide damit zu tun haben, dass etwas nicht mehr klar aussieht. „verlaufen“ benutzt man besonders bei Farbe, Tinte oder Flüssigkeit, wenn sie sich unkontrolliert ausbreitet oder ineinanderfließt. „verwischen“ bedeutet, dass etwas durch Wischen oder Reiben unscharf oder unleserlich wird. Es kann auch beschreiben, dass etwas von selbst undeutlicher wird. Lernende können die Wörter verwechseln, weil am Ende in beiden Fällen Konturen oder Schrift unklar sind. Der wichtige Unterschied ist die Ursache: Farbe kann durch Wasser verlaufen, aber Schrift wird durch eine Handbewegung oder Reibung verwischt.

Meine Freundin verwischt die Kreide an der Tafel mit dem Ärmel.
Der Regen kam plötzlich, und die Farbe auf dem Schild ist verlaufen.