
der Blick
Die Handlung des Sehens oder die Richtung, in die man schaut; der gezielte Einsatz der Augen.
Sein Blick war starr auf den Bildschirm gerichtet.
Blick
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Die Handlung des Sehens oder die Richtung, in die man schaut; der gezielte Einsatz der Augen.
Sein Blick war starr auf den Bildschirm gerichtet.

Die Aussicht, die man von einem bestimmten Punkt aus hat.
Von unserem Hotelzimmer hatten wir einen fantastischen Blick auf das Meer.

Ein kurzes, flüchtiges Hinsehen.
Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet ihm, dass es schon spät war.

Beim ersten, oberflächlichen Betrachten oder Kennenlernen.
Auf den ersten Blick schien die Wohnung perfekt zu sein.

Die Fähigkeit besitzen, etwas Bestimmtes gut zu erkennen, einzuschätzen oder zu beurteilen.
Als Fotografin hat sie einen besonderen Blick für interessante Motive.

Der Gesichtsausdruck, der eine bestimmte Emotion oder Stimmung verrät.
Sie hatte einen besorgten Blick, als sie die Nachrichten hörte.
„Der Blick“ gehört zur Wortfamilie des Verbs „blicken“, was „schauen“ oder „sehen“ bedeutet. Das Nomen beschreibt die Handlung oder das Ergebnis dieses Verbs.
Er blickte aus dem Fenster.
Das Verb hilft, die Bedeutung zu unterscheiden. Die Wendung „einen Blick werfen“ beschreibt eine kurze Handlung (Sehen). Die Wendung „einen Blick haben“ beschreibt einen Zustand (Aussicht).
Kannst du mal einen Blick auf meinen Text werfen?
Wenn „Blick“ eine Aussicht beschreibt, wird es oft mit positiven Adjektiven wie „fantastisch“, „herrlich“, „wunderschön“ oder „atemberaubend“ kombiniert.
Vom Gipfel des Berges hatten wir eine atemberaubende Aussicht.
Die Wendung „einen Blick auf etwas werfen“ ist eine sehr häufige und nützliche Formulierung. Sie bedeutet, sich etwas kurz anzusehen oder zu prüfen.
Ich werfe nur schnell einen Blick in meine E-Mails.
Die feste Wendung „auf den ersten Blick“ funktioniert wie ein Adverb. Steht sie am Satzanfang, folgt das Verb an Position zwei.
Auf den ersten Blick wirkte er sehr sympathisch.
Die Redewendung „einen Blick für etwas haben“ bedeutet, ein besonderes Talent oder Gespür für etwas zu besitzen. Die Sache, für die man ein Talent hat, steht nach „für“ im Akkusativ.
Als Innenarchitektin hat sie einen guten Blick für Farben und Formen.
Wenn „Blick“ den Gesichtsausdruck meint, wird er oft mit einem Adjektiv kombiniert, das ein Gefühl beschreibt. Typisch sind „ein besorgter Blick“, „ein leerer Blick“ oder „ein fröhlicher Blick“.
Mit einem skeptischen Blick las er den Brief.
„Der Blick“ bezeichnet hier die konkrete Ansicht auf ein Ziel. „Die Sicht“ betont dagegen, ob dieses Ziel wegen Entfernung, Wetter oder Hindernissen überhaupt gut zu sehen ist. Deshalb spricht man etwa von einem schönen Blick, aber von klarer oder schlechter Sicht.

Vom Balkon haben wir einen schönen Blick auf den See.
Vom Balkon haben wir trotz des Nebels schlechte Sicht auf den See.