
brandmarken
Jemanden oder etwas öffentlich und scharf verurteilen oder anprangern.
Die Aktivisten brandmarkten die Zerstörung des Regenwaldes als Verbrechen an der Natur.
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Jemanden oder etwas öffentlich und scharf verurteilen oder anprangern.
Die Aktivisten brandmarkten die Zerstörung des Regenwaldes als Verbrechen an der Natur.

Ein Zeichen mit einem heißen Eisen in die Haut von Tieren einbrennen, um den Besitzer zu kennzeichnen. Historisch wurde dies auch bei Menschen als Strafe angewendet.
Früher war es üblich, Rinder zu brandmarken.
Das Wort setzt sich aus „Brand“ (Feuer) und „marken“ (markieren) zusammen. Die übertragene Bedeutung „anprangern“ leitet sich von der ursprünglichen, wörtlichen Handlung ab, jemandem ein Schandmal einzubrennen.
Die Presse brandmarkte das Verhalten des Politikers.
„Brandmarken“ ist ein untrennbares Verb. Die Betonung liegt auf der zweiten Silbe („-mar-“), und die Vorsilbe „brand-“ wird im Satz nie vom Rest des Verbs getrennt.
Er brandmarkte die Entscheidung als Fehler.
In der übertragenen Bedeutung wird „brandmarken“ sehr oft mit der Präposition „als“ verwendet, um zu benennen, als was etwas verurteilt wird.
Die Opposition brandmarkte die neuen Gesetze als undemokratisch.
Die wörtliche Bedeutung „ein Zeichen einbrennen“ wird heute fast nur noch im historischen Kontext oder im Zusammenhang mit der Kennzeichnung von Tieren (z.B. Rindern, Pferden) verwendet.
Im Wilden Westen war es üblich, seine Rinder zu brandmarken.
Abstempeln bedeutet hier, jemanden vorschnell und vereinfachend einer meist negativen Kategorie zuzuordnen. Brandmarken betont dagegen eine scharfe öffentliche Verurteilung. Für ein pauschales Urteil passt abstempeln, für ein bewusstes öffentliches Anprangern brandmarken.

In der Versammlung brandmarken die Kollegen Paul öffentlich als Lügner.
Einige Kollegen stempeln Paul nach einem Fehler vorschnell als Lügner ab.