Beschreibt, dass etwas vorstellbar, möglich oder plausibel ist. Es wird oft in Verbindung mit Superlativen verwendet, um die höchstmögliche Stufe auszudrücken (z.B. 'die denkbar beste Lösung').
beispiel
Es ist denkbar, dass wir das Projekt früher als geplant abschließen.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort besteht aus dem Verb „denken“ und der Endung „-bar“. Diese Endung bedeutet „kann ... werden“ und macht aus Verben Adjektive. „Denkbar“ bedeutet also wörtlich „was gedacht werden kann“.
BEISPIEL
Eine schnelle Lösung ist in dieser Situation kaum denkbar.
Satzbau mit Superlativ
„Denkbar“ wird sehr häufig verwendet, um einen Superlativ zu verstärken. Es bedeutet dann „das absolut ...“ oder „das ... das man sich vorstellen kann“. Die Wortstellung ist dann: „der/die/das denkbar“ + Superlativ.
BEISPIEL
Das war die denkbar schlechteste Antwort, die er geben konnte.
Satzmuster mit „dass“
Eine sehr häufige Konstruktion ist „Es ist denkbar, dass ...“. Damit wird eine Möglichkeit oder eine vorstellbare Situation eingeleitet. Der „dass“-Satz steht dabei als Nebensatz mit dem Verb am Ende.
BEISPIEL
Es ist denkbar, dass die Preise weiter steigen werden.
Vergleichen mit
near_synonym
denkbar vs möglich
„möglich“ und „denkbar“ überschneiden sich, wenn etwas nicht sicher ist, aber als Möglichkeit in Betracht kommt. „möglich“ ist sehr allgemein und passt in vielen Alltagssituationen. „denkbar“ klingt etwas überlegter und bedeutet besonders: Man kann sich das vorstellen oder es ist plausibel. Oft benutzt man „denkbar“, wenn man mehrere Erklärungen, Lösungen oder Entwicklungen prüft. „möglich“ ist natürlicher, wenn man einfach sagen will, dass etwas vielleicht passiert.
denkbar
Nach dem Gespräch ist auch eine andere Lösung denkbar.
möglich
Es ist möglich, dass der Zug heute zehn Minuten später kommt.