Den Ruf oder die Glaubwürdigkeit einer Person oder Sache gezielt schädigen, sodass sie in Misskredit gerät und man ihr nicht mehr vertraut.
beispiel
Die Opposition versuchte, den Minister durch die Veröffentlichung alter E-Mails zu diskreditieren.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort setzt sich aus der Vorsilbe „dis-“ (weg, ent-) und „Kredit“ (Glaubwürdigkeit, Vertrauen) zusammen. Jemanden zu diskreditieren bedeutet also wörtlich, ihm das Vertrauen oder die Glaubwürdigkeit zu entziehen.
BEISPIEL
Durch die Lügenkampagne wurde der Ruf des Politikers gezielt diskreditiert.
Satzbau mit Akkusativ
„Diskreditieren“ wird immer mit einem Akkusativobjekt verwendet. Man diskreditiert immer „jemanden“ oder „etwas“.
BEISPIEL
Die Konkurrenzfirma versuchte, das neue Produkt zu diskreditieren.
Register und Stil
Dieses Wort gehört zur gehobenen Schriftsprache. Man findet es besonders häufig in Texten über Politik, Medien oder in wissenschaftlichen Diskussionen.
BEISPIEL
In dem Artikel wird die Methodik der Studie als unseriös diskreditiert.
Vergleichen mit
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diskreditieren vs schädigen
„schädigen“ und „diskreditieren“ können beide bedeuten, dass jemand oder etwas in eine schlechtere Lage gebracht wird. „schädigen“ ist breiter: Man kann die Gesundheit, die Umwelt, ein Gerät, Interessen oder auch den Ruf schädigen. „diskreditieren“ passt dagegen besonders, wenn der Ruf oder die Glaubwürdigkeit gezielt angegriffen wird. Es klingt oft formeller und wird häufig bei Personen, Organisationen oder Ideen benutzt. Wenn es um echten materiellen oder körperlichen Schaden geht, ist „schädigen“ richtig. Wenn jemand erreichen will, dass andere einer Person nicht mehr vertrauen, passt „diskreditieren“ genauer.
diskreditieren
Im Gespräch versuchte der Bewerber nicht, seinen früheren Kollegen zu diskreditieren.
schädigen
Zu viel Sonne kann die Haut schädigen, wenn man keinen Schutz benutzt.