Jemanden oder etwas absichtlich in einem sehr schlechten Licht darstellen, beleidigen oder den Ruf durch abfällige, oft unwahre Äußerungen schädigen.
beispiel
Der Politiker versuchte, seinen Konkurrenten im Wahlkampf öffentlich zu verunglimpfen.
Tipps
Untrennbares Verb
Die Vorsilbe „ver-“ ist untrennbar. Sie bleibt in allen Konjugationsformen und Satztypen fest mit dem Verbstamm verbunden.
BEISPIEL
Er hat seinen Gegner öffentlich verunglimpft.
Register und Stil
„Verunglimpfen“ ist ein starkes und formelles Wort. Es wird hauptsächlich in der Schriftsprache oder in formellen Diskussionen verwendet und drückt eine bewusste, bösartige Herabwürdigung aus.
BEISPIEL
Die Zeitung wurde kritisiert, weil sie den Künstler in ihrem Artikel verunglimpft hatte.
Satzbau und Verwendung
Das Verb braucht immer ein Akkusativobjekt (jemanden/etwas verunglimpfen). Oft wird mit „als“ + Adjektiv/Nomen genauer beschrieben, wie jemand herabgewürdigt wird.
BEISPIEL
Sie verunglimpfte seine Arbeit als wertlos.
Vergleichen mit
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verunglimpfen vs beleidigen
„beleidigen“ und „verunglimpfen“ haben beide mit abfälligen Äußerungen zu tun. „beleidigen“ ist direkter und kann in einem Gespräch passieren: Jemand sagt etwas Kränkendes zu oder über eine Person. „verunglimpfen“ ist formeller und stärker. Es bedeutet, jemanden oder etwas absichtlich schlecht darzustellen, oft öffentlich und manchmal mit falschen Aussagen. „beleidigen“ passt im Alltag häufiger. „verunglimpfen“ passt eher, wenn der Ruf einer Person, Gruppe oder Sache beschädigt werden soll.
verunglimpfen
In der Pause verunglimpft er die Kandidatin, indem er falsche Geschichten über sie erzählt.
beleidigen
David beleidigte am Morgen seinen Freund, weil er wütend über die Absage war.