
drängeln
Sich in einer Menschenmenge oder Warteschlange ungeduldig und rücksichtslos nach vorne schieben, um schneller voranzukommen.
An der Kasse haben alle Leute gedrängelt, um als Erste dranzukommen.
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Sich in einer Menschenmenge oder Warteschlange ungeduldig und rücksichtslos nach vorne schieben, um schneller voranzukommen.
An der Kasse haben alle Leute gedrängelt, um als Erste dranzukommen.

Jemanden hartnäckig und wiederholt dazu auffordern, etwas schneller zu tun oder eine Entscheidung zu treffen.
Hör auf zu drängeln, ich bin so schnell fertig, wie ich kann!
„Drängeln“ ist mit dem Verb „drängen“ (drücken, schieben) verwandt. Die Endung „-eln“ deutet oft eine wiederholte oder als nervig empfundene Handlung an, was gut zur Bedeutung von „drängeln“ passt.
Bitte nicht drängeln, alle kommen an die Reihe.
Ob „drängeln“ physisches Schieben oder ungeduldiges Antreiben bedeutet, erkennen Sie am Kontext. Geht es um eine Warteschlange oder eine Menschenmenge, ist die physische Bedeutung gemeint. Geht es um Zeit oder eine Aufgabe, ist die übertragene Bedeutung gemeint.
In der U-Bahn drängeln die Leute immer zur Tür.
In der Bedeutung „in einer Schlange vorschieben“ wird sehr oft die reflexive Form „sich vordrängeln“ benutzt. Dies betont, dass jemand sich selbst einen unfairen Vorteil verschafft.
Es ist unhöflich, sich an der Supermarktkasse vorzudrängeln.
In der Bedeutung „jemanden antreiben“ wird „drängeln“ oft als negative Aufforderung im Imperativ verwendet, um jemanden zu bitten, damit aufzuhören.
Drängel nicht so, ich beeile mich ja schon!
Drängen beschreibt hier allgemein das Vorwärtskommen durch körperlichen Druck. Drängeln bewertet das Verhalten zusätzlich als ungeduldig und rücksichtslos, besonders in einer Warteschlange. Wer sich nur durch eine dichte Menge bewegt, drängt; wer sich unfair nach vorn schiebt, drängelt.

Beim Einsteigen drängelte ein Reisender rücksichtslos an den Wartenden vorbei.
Nach der Ankunft des Zuges drängten die Reisenden dicht zum Ausgang.