Eine Person, die ihr Heimatland verlässt, um sich dauerhaft in einem anderen Land niederzulassen. Die Gründe dafür sind oft politischer, religiöser oder wirtschaftlicher Natur.
beispiel
Viele deutsche Wissenschaftler wurden während der NS-Zeit zu Emigranten.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort leitet sich vom Verb „emigrieren“ (auswandern) ab. Die Vorsilbe „e-“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „aus“ oder „heraus“, was die Bewegung aus einem Land heraus betont.
BEISPIEL
Er war ein Emigrant, der seine Heimat aus politischen Gründen verlassen hatte.
Verwendungskontext
Der Begriff „Emigrant“ wird oft in einem historischen oder politischen Kontext verwendet. Er betont häufig, dass die Auswanderung nicht rein freiwillig, sondern durch politische, religiöse oder wirtschaftliche Notwendigkeit bedingt war.
BEISPIEL
Die Ausstellung erzählt die Geschichten von jüdischen Emigranten aus Berlin.
Richtige Präposition
Um das Herkunftsland zu nennen, verwendet man die Präposition „aus“ gefolgt vom Dativ. Man spricht also von einem „Emigranten aus“ einem bestimmten Land.
BEISPIEL
Thomas Mann war ein berühmter deutscher Emigrant aus der Zeit des Nationalsozialismus.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Emigrant vs Flüchtling
„der Flüchtling“ und „der Emigrant“ beschreiben beide Menschen, die ihr Heimatland verlassen. Der wichtigste Unterschied liegt im Grund und im Blick auf die Situation. Ein „Flüchtling“ verlässt das Land, weil er Schutz vor Gefahr braucht, zum Beispiel vor Krieg oder Verfolgung. Ein „Emigrant“ verlässt sein Land, um dauerhaft in einem anderen Land zu leben; die Gründe können politisch, religiös oder wirtschaftlich sein. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit Auswanderung zu tun haben. „Flüchtling“ klingt aber stärker nach Zwang und Gefahr, „Emigrant“ eher nach dauerhaftem Weggehen aus dem Heimatland.
Emigrant
Als Emigrant baute sich Paul in Kanada ein neues Leben auf.
Flüchtling
Nach dem Angriff wurde der Mann zum Flüchtling und musste sein Dorf verlassen.