sich etwas erkaufen
Etwas (oft Immaterielles wie Freiheit, Erfolg oder Ruhe) durch große Anstrengung, Opfer oder einen hohen Preis erlangen.
Den Frieden mussten sie sich mit schmerzhaften Kompromissen erkaufen.

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Etwas (oft Immaterielles wie Freiheit, Erfolg oder Ruhe) durch große Anstrengung, Opfer oder einen hohen Preis erlangen.
Den Frieden mussten sie sich mit schmerzhaften Kompromissen erkaufen.

„Erkaufen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „er-“ betont, dass etwas durch die Handlung des Kaufens erfolgreich erlangt wird, oft aber mit einem hohen, nicht nur finanziellen Preis.
Er hat sich seinen Erfolg teuer erkauft.
Man kann die beiden Bedeutungen am Objekt unterscheiden. Wenn man eine Person „erkauft“, besticht man sie. Wenn man „sich etwas erkauft“, erlangt man ein abstraktes Gut durch Opfer.
Der Politiker versuchte, die Journalisten zu erkaufen.
In dieser Bedeutung wird das Verb fast immer reflexiv verwendet: „sich (Dativ) etwas (Akkusativ) erkaufen“. Das Dativpronomen zeigt, für wen der Vorteil erlangt wird.
Ich musste mir die Ruhe mit einem Umzug aufs Land erkaufen.
Der „Preis“ oder das Opfer, das man für das Erreichte zahlt, wird oft mit der Präposition „mit“ und dem Dativ ausgedrückt.
Das Unternehmen erkaufte sich den Marktvorteil mit einem hohen Risiko.
„erlangen“ und „erkaufen“ können beide bedeuten, dass man etwas erreicht, oft etwas Abstraktes wie Freiheit, Erfolg oder Anerkennung. „erlangen“ betont vor allem das Ergebnis nach Mühe oder Zeit und klingt eher gehoben. „erkaufen“ betont stärker den Preis dafür: Man bekommt etwas nur durch ein Opfer, große Anstrengung oder einen Nachteil. Wenn man neutral sagen will, dass jemand etwas erreicht, passt „erlangen“ besser. Wenn der hohe Preis wichtig ist, ist „sich etwas erkaufen“ genauer.

Der Verein erkaufte sich den Sieg mit einem sehr hohen Verletzungsrisiko.
Durch jahrelanges Üben erlangte sie große Sicherheit beim Sprechen.