
sich etwas erkaufen
Etwas (oft Immaterielles wie Freiheit, Erfolg oder Ruhe) durch große Anstrengung, Opfer oder einen hohen Preis erlangen.
Den Frieden mussten sie sich mit schmerzhaften Kompromissen erkaufen.
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Etwas (oft Immaterielles wie Freiheit, Erfolg oder Ruhe) durch große Anstrengung, Opfer oder einen hohen Preis erlangen.
Den Frieden mussten sie sich mit schmerzhaften Kompromissen erkaufen.

Jemanden durch die Gabe von Geld oder anderen Vorteilen dazu bringen, im eigenen Interesse zu handeln; bestechen.
Er versuchte, das Schweigen des Zeugen mit einer hohen Geldsumme zu erkaufen.
„Erkaufen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „er-“ betont, dass etwas durch die Handlung des Kaufens erfolgreich erlangt wird, oft aber mit einem hohen, nicht nur finanziellen Preis.
Er hat sich seinen Erfolg teuer erkauft.
Man kann die beiden Bedeutungen am Objekt unterscheiden. Wenn man eine Person „erkauft“, besticht man sie. Wenn man „sich etwas erkauft“, erlangt man ein abstraktes Gut durch Opfer.
Der Politiker versuchte, die Journalisten zu erkaufen.
In dieser Bedeutung wird das Verb fast immer reflexiv verwendet: „sich (Dativ) etwas (Akkusativ) erkaufen“. Das Dativpronomen zeigt, für wen der Vorteil erlangt wird.
Ich musste mir die Ruhe mit einem Umzug aufs Land erkaufen.
Der „Preis“ oder das Opfer, das man für das Erreichte zahlt, wird oft mit der Präposition „mit“ und dem Dativ ausgedrückt.
Das Unternehmen erkaufte sich den Marktvorteil mit einem hohen Risiko.
Bestechen bezeichnet direkt den Versuch, jemanden durch einen Vorteil zu unehrlichem oder unrechtmäßigem Handeln zu bewegen. Erkaufen stellt dagegen die gewünschte Hilfe oder Zustimmung als etwas dar, das man durch einen hohen Preis erhält.

Der Unternehmer erkaufte sich mit teuren Geschenken die Hilfe des Beamten.
Der Unternehmer bestach den Beamten mit teuren Geschenken.