
erhören
Eine Bitte, einen Wunsch oder ein Gebet zur Kenntnis nehmen und erfüllen. Wird oft in einem religiösen oder übertragenen Sinn verwendet.
Der König erhörte die Bitte des Volkes und senkte die Steuern.
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Eine Bitte, einen Wunsch oder ein Gebet zur Kenntnis nehmen und erfüllen. Wird oft in einem religiösen oder übertragenen Sinn verwendet.
Der König erhörte die Bitte des Volkes und senkte die Steuern.

Etwas, oft etwas Leises oder Entferntes, mit den Ohren wahrnehmen. Diese Bedeutung ist heute selten und gilt als gehoben oder veraltet.
In der Stille der Nacht erhört er ein fernes Geräusch.
„Erhören“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „er-“ deutet oft auf das erfolgreiche Resultat einer Handlung hin: Das Hören führt hier zur Erfüllung des Gehörten.
Sie hoffte, dass der Chef ihre Bitte um mehr Gehalt erhören würde.
Dieses Verb wird typischerweise mit Wörtern wie „ein Gebet“, „eine Bitte“, „ein Flehen“ oder „einen Wunsch“ als direktes Objekt kombiniert.
Die Götter erhörten seine Gebete und schickten Regen.
Die Bedeutung „eine Bitte erfüllen“ wird oft in religiösen Kontexten (Gebete) oder in einer sehr formellen, fast schon poetischen Sprache verwendet.
Das Volk flehte um Gnade, doch der Tyrann erhörte es nicht.
Die wörtliche Bedeutung „etwas hören“ ist heute sehr selten und wirkt veraltet oder literarisch. Man findet sie fast nur noch in alter Dichtung oder historischen Texten.
Der Wanderer meinte, in der Ferne einen Hilferuf zu erhören.
Beide Wörter können die Wahrnehmung eines leisen oder entfernten Geräuschs ausdrücken. „Hören“ ist in dieser Situation neutral und üblich, „erhören“ wirkt heute selten, gehoben oder veraltet. Im modernen Alltag sagt man deshalb normalerweise „hören“; „erhören“ findet man eher in älteren oder bewusst gehobenen Texten.

In der alten Erzählung erhörte der Wächter ein leises Signal aus der Ferne.
Trotz des Regens hörte ich das leise Signal.