
erstarren
Durch Kälte oder einen chemischen Prozess fest und unbeweglich werden. Beispielsweise wenn eine Flüssigkeit zu Eis oder einem anderen festen Stoff wird.
Das Wasser in der Pfütze ist über Nacht zu Eis erstarrt.
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Durch Kälte oder einen chemischen Prozess fest und unbeweglich werden. Beispielsweise wenn eine Flüssigkeit zu Eis oder einem anderen festen Stoff wird.
Das Wasser in der Pfütze ist über Nacht zu Eis erstarrt.

Vor Schreck, Angst oder Überraschung plötzlich bewegungslos werden. Der Körper wird steif und man kann sich nicht mehr rühren.
Als sie die Gestalt im Dunkeln sah, erstarrte sie vor Angst.

Emotional unempfänglich oder teilnahmslos werden; seine Gefühle nicht mehr zeigen können.
Nach dem schweren Schicksalsschlag schien er innerlich völlig erstarrt zu sein.
Das Verb setzt sich aus der Vorsilbe „er-“ und dem Adjektiv „starr“ (unbeweglich) zusammen. Die Vorsilbe „er-“ beschreibt oft den Beginn eines Prozesses oder das Erreichen eines Zustands. „Erstarren“ bedeutet also „starr werden“.
Als er die schlechte Nachricht hörte, erstarrte sein Gesichtsausdruck.
„Erstarren“ beschreibt immer eine Zustandsänderung. Deshalb wird das Perfekt immer mit dem Hilfsverb „sein“ gebildet, niemals mit „haben“.
Die Lava ist nach dem Vulkanausbruch langsam erstarrt.
Wenn jemand aus einem Gefühl heraus erstarrt, wird der Grund oft mit der Präposition „vor“ und dem Dativ angegeben. Typische Wendungen sind „vor Angst erstarren“, „vor Schreck erstarren“ oder „vor Kälte erstarren“.
Das Kaninchen erstarrte vor Angst, als es den Fuchs sah.
Die Bedeutung ist je nach Kontext klar: Geht es um Flüssigkeiten und Kälte, ist es wörtlich gemeint (Wasser, Lava). Geht es um eine plötzliche Reaktion auf ein Ereignis, ist es die Schreckstarre. Geht es um langfristige Gefühle nach einem Trauma, ist es die emotionale Erstarrung.
Das flüssige Wachs erstarrt an der kalten Luft.
Einfrieren und erstarren können beide eine Person beschreiben, die plötzlich bewegungslos wird. Erstarren betont stärker die Reaktion auf Schreck, Angst oder Überraschung, während einfrieren dieses bewegungslose Verhalten bildhafter beschreibt. Verwende erstarren bei der emotionalen Reaktion und einfrieren bei der anschaulichen Darstellung des Moments.

Als plötzlich ein lauter Knall ertönte, erstarrte die verängstigte Besucherin vor Schreck.
Als plötzlich ein lauter Knall ertönte, fror die überraschte Besucherin mitten in der Bewegung ein.