frieren
Ein starkes Kältegefühl am eigenen Körper empfinden.
Ich friere, kannst du bitte das Fenster schließen?

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Ein starkes Kältegefühl am eigenen Körper empfinden.
Ich friere, kannst du bitte das Fenster schließen?

Das Hilfsverb hängt von der Bedeutung ab. Wenn eine Person Kälte empfindet, wird das Perfekt mit „haben“ gebildet. Wenn etwas zu Eis wird, verwendet man „sein“.
Obwohl ich eine dicke Jacke trug, habe ich schrecklich gefroren.
Die Bedeutung von „frieren“ erkennt man am Subjekt des Satzes. Ist das Subjekt eine Person, empfindet sie Kälte. Ist das Subjekt eine Flüssigkeit oder etwas Wasserhaltiges, wird es zu Eis.
Das Kind friert, weil es ohne Mütze draußen spielt.
Das Partizip II „gefroren“ wird sehr häufig als Adjektiv benutzt. Es beschreibt den festen Zustand von Wasser oder auch tiefgekühlte Lebensmittel.
Vorsicht, die Stufen sind gefroren!
Wenn man sagen möchte, dass ein bestimmter Körperteil kalt ist, kann man die Person als Subjekt verwenden oder die Konstruktion „an“ + Dativ nutzen.
Meine Hände frieren schon wieder.
Um auszudrücken, dass die Außentemperatur unter 0°C liegt, wird die unpersönliche Konstruktion „es friert“ verwendet. Das „es“ ist hier ein festes, formales Subjekt.
Nachts hat es gefroren, deshalb sind die Straßen glatt.
„zittern“ und „frieren“ können beide in einer Situation mit Kälte vorkommen. „Frieren“ beschreibt das Gefühl: Eine Person empfindet Kälte. „Zittern“ beschreibt die sichtbare Bewegung des Körpers, wenn Hände, Beine oder der ganze Körper schnell beben. Man kann also frieren, ohne stark zu zittern, und man kann auch aus Angst oder Aufregung zittern. Lernende verwechseln die Wörter, weil Kälte oft beides auslöst. Praktisch: Für das Kältegefühl nimmt man „frieren“, für die Körperbewegung „zittern“.

Kannst du das Fenster schließen, weil ich friere?
Nach zehn Minuten im kalten Wind zitterten meine Hände.