das Gebot
Eine verbindliche Regel, ein Befehl oder eine Vorschrift, oft mit moralischem oder religiösem Hintergrund.
Das fünfte der Zehn Gebote lautet „Du sollst nicht töten“.

Gebot
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Eine verbindliche Regel, ein Befehl oder eine Vorschrift, oft mit moralischem oder religiösem Hintergrund.
Das fünfte der Zehn Gebote lautet „Du sollst nicht töten“.

„Das Gebot“ ist eng mit zwei Verben verwandt, was seine Bedeutungen erklärt. Es kommt von „gebieten“ (befehlen), was zu „Gebot“ als Regel führt, und von „bieten“ (anbieten), was zu „Gebot“ als Angebot bei einer Auktion führt.
Er hat bei der Auktion ein hohes Gebot für das Bild abgegeben.
Im Kontext einer Auktion oder eines Verkaufs wird „Gebot“ oft mit den Verben „abgeben“, „machen“ oder „erhöhen“ verwendet. Eine typische Kombination ist auch „das höchste Gebot“.
Ich möchte mein Gebot um 100 Euro erhöhen.
In der Bedeutung „Regel“ oder „Vorschrift“ hat „Gebot“ fast immer einen moralischen oder religiösen Kontext. Die bekannteste Verbindung ist „die Zehn Gebote“.
Gastfreundschaft ist in vielen Kulturen ein wichtiges Gebot.
Der Ausdruck „das Gebot der Stunde“ ist eine feste Wendung. Er wird als kompletter Block verwendet, um auszudrücken, was jetzt am wichtigsten ist.
In dieser Krise ist Solidarität das Gebot der Stunde.
„die Regel“ und „das Gebot“ können beide sagen, was man tun soll oder muss. „Regel“ ist der normale, allgemeine Ausdruck für Vorschriften in Alltag, Schule, Arbeit oder Spielen. „Gebot“ klingt stärker und ernster. Es passt besonders, wenn es um Moral, Religion oder eine sehr verbindliche Pflicht geht. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide Verhalten steuern. Im Alltag sagt man aber meistens „Regel“; „Gebot“ benutzt man eher, wenn etwas als besonders wichtig oder verpflichtend gilt.

Ehrlichkeit ist für sie ein wichtiges Gebot im Umgang mit anderen Menschen.
Vor der Reise erklärt Ali seinem Bruder die wichtigste Regel im Hotel.