geläufig
Allgemein bekannt, vertraut oder weit verbreitet.
Sein Name ist mir geläufig, aber ich kann kein Gesicht zuordnen.

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Allgemein bekannt, vertraut oder weit verbreitet.
Sein Name ist mir geläufig, aber ich kann kein Gesicht zuordnen.

Das Adjektiv „geläufig“ ist mit dem Verb „laufen“ verwandt. Es beschreibt etwas, das gut „läuft“ (fließend ist) oder das bildlich im Umlauf ist und daher vielen bekannt ist.
Diese Redewendung ist heute nicht mehr so geläufig.
Wenn es um Wissen geht (ein Name, ein Begriff), bedeutet „geläufig“ meist „bekannt“. Geht es um eine Fähigkeit (eine Sprache, ein Instrument), bedeutet es „fließend“.
Die Abkürzung „z.B.“ ist jedem Deutschlerner geläufig.
In der Bedeutung „bekannt“ wird „geläufig“ fast immer mit einer Person im Dativ verwendet. Die Struktur ist: Etwas ist [mir, dir, ihm, ihr...] geläufig.
Der Name der Autorin ist mir zwar geläufig, aber ich habe noch kein Buch von ihr gelesen.
In der Bedeutung „fließend“ kann „geläufig“ auch als Adverb verwendet werden, um zu beschreiben, wie gut jemand eine Fähigkeit ausübt. Es steht dann direkt beim Verb.
Er kann das Musikstück schon sehr geläufig spielen.
„sicher“ und „geläufig“ können beide beschreiben, dass jemand etwas gut und ohne große Fehler kann. „sicher“ betont, dass man zuverlässig handelt und keine Unsicherheit zeigt. Das passt zu vielen Tätigkeiten, zum Beispiel beim Fahren, Rechnen oder Sprechen. „geläufig“ passt eher zu Sprache, Wörtern oder eingeübten Abläufen und meint, dass etwas flüssig und leicht geht. Wenn jemand eine Sprache gut spricht, kann beides passen: „sicher“ klingt mehr nach Kontrolle, „geläufig“ mehr nach flüssigem Gebrauch.

Die wichtigsten Formen sind ihm vor der Prüfung schon geläufig.
Nach einigen Fahrstunden fährt Lena schon sehr sicher durch die Stadt.