
geradewegs
Auf dem direktesten Weg, ohne Umwege oder Abweichungen von der Richtung.
Er ging geradewegs auf die Bühne zu und nahm den Preis entgegen.
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Auf dem direktesten Weg, ohne Umwege oder Abweichungen von der Richtung.
Er ging geradewegs auf die Bühne zu und nahm den Preis entgegen.

Direkt und unausweichlich auf ein bestimmtes, oft negatives Ergebnis oder eine Situation zusteuernd.
Mit diesem unüberlegten Verhalten steuerst du geradewegs in eine Katastrophe.
Dieses Adverb setzt sich aus „gerade“ und dem Genitiv von „Weg“ („Wegs“) zusammen. Es bedeutet also wörtlich „eines geraden Weges“ und beschreibt eine Bewegung, die direkt und ohne Umwege verläuft.
Das Kind lief geradewegs auf seine Mutter zu.
Als Adverb kann „geradewegs“ flexibel im Satz stehen. Es kann auf Position 1 stehen, dann folgt das Verb direkt danach. Es kann aber auch in der Satzmitte stehen, um die Art der Handlung zu beschreiben.
Geradewegs steuerte er auf das Ziel zu.
In seiner wörtlichen Bedeutung wird „geradewegs“ oft mit Verben der Bewegung und einer Richtungsangabe kombiniert. Typische Muster sind „geradewegs auf etwas zugehen“, „geradewegs nach Hause fahren“ oder „geradewegs ins Zentrum laufen“.
Nach der Arbeit fahre ich geradewegs nach Hause.
Die übertragene Bedeutung erkennt man oft an Verben wie „zusteuern“, „führen“ oder „schlittern“. Der Kontext beschreibt dann meist ein unvermeidliches, oft negatives Ergebnis wie eine „Katastrophe“, ein „Problem“ oder „den Ruin“.
Mit seiner riskanten Strategie steuert das Unternehmen geradewegs auf die Pleite zu.
Direkt und geradewegs beschreiben einen Weg ohne Umwege. Direkt ist die neutrale Wahl für die kürzeste oder unmittelbare Route; geradewegs hebt stärker hervor, dass jemand zielstrebig in eine bestimmte Richtung geht, und klingt oft etwas betonter. Beide Wörter sind in solchen Sätzen möglich.

Nach dem Gespräch ging er geradewegs zum Bahnhof, ohne sich aufzuhalten.
Wir gingen direkt zum Bahnhof, weil unser Zug bald abfuhr.