
grüßen
Jemandem bei einer Begegnung ein Zeichen der Begrüßung geben, zum Beispiel durch Worte, Nicken oder Winken.
Sie grüßte ihre Nachbarin mit einem freundlichen „Guten Morgen“.
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Jemandem bei einer Begegnung ein Zeichen der Begrüßung geben, zum Beispiel durch Worte, Nicken oder Winken.
Sie grüßte ihre Nachbarin mit einem freundlichen „Guten Morgen“.

Jemandem Grüße von einer anderen Person ausrichten oder darum bitten, dies zu tun.
Wenn du deine Mutter siehst, lass sie bitte von mir grüßen.

In gehobener oder poetischer Sprache für „sichtbar werden“ oder „in Erscheinung treten“.
Schon von weitem grüßt der Kirchturm über den Dächern der Stadt.
Das Verb „grüßen“ ist eng mit dem Nomen „der Gruß“ verbunden. Wenn du jemanden grüßt, übermittelst du einen Gruß.
Bitte richte deiner Familie liebe Grüße von mir aus.
Wenn du jemanden direkt grüßt, steht die Person, die gegrüßt wird, immer im Akkusativ.
Ich habe ihn gestern auf der Straße gesehen, aber er hat mich nicht gegrüßt.
Um Grüße durch eine andere Person zu übermitteln, verwendet man die Konstruktion mit „lassen“ oder eine Imperativform. Eine typische Formulierung ist „jemanden von jemandem grüßen lassen“.
Mein Bruder lässt dich herzlich grüßen.
Diese Bedeutung ist gehoben oder poetisch. Das Subjekt ist hier kein Mensch, sondern meist ein markantes, von weitem sichtbares Objekt wie ein Turm, eine Burg oder ein Berg.
Schon aus der Ferne grüßt der Leuchtturm an der Küste.
Beide Wörter können in einer poetischen Beschreibung das Sichtbarwerden von etwas ausdrücken. „Erscheinen“ ist dafür das neutrale Wort, während „grüßen“ diese Bedeutung nur gehoben oder bildlich trägt. In einer normalen Beschreibung passt „erscheinen“, in einem bewusst poetischen Text kann „grüßen“ gewählt werden.

Am Horizont grüßte in poetischer Sprache langsam der erste helle Streifen des Tages.
Am Horizont erschien langsam der erste helle Streifen des Tages.