
heilig
In religiösem Sinne als göttlich, geweiht oder verehrungswürdig angesehen.
Der Ganges ist für Hindus ein heiliger Fluss.
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In religiösem Sinne als göttlich, geweiht oder verehrungswürdig angesehen.
Der Ganges ist für Hindus ein heiliger Fluss.

Im übertragenen Sinne unantastbar; etwas, das nicht kritisiert oder verändert werden darf.
Das Auto ist meinem Vater heilig, da darf niemand sonst mit fahren.

Wird verwendet, um ein Versprechen stark zu bekräftigen und dessen Ernsthaftigkeit zu betonen.
Ich verspreche dir hoch und heilig, dass ich es niemandem weitererzähle.
„Heilig“ ist verwandt mit „das Heil“ (Wohl, Rettung) und dem Verb „heilen“. Die Grundidee ist etwas Ganzes, Unverletztes und Verehrungswürdiges.
Die Pilger suchten an diesem Ort ihr Seelenheil.
In der übertragenen Bedeutung „unantastbar“ wird oft eine Dativ-Konstruktion verwendet. Die Struktur lautet: [Die Sache] ist [der Person im Dativ] heilig.
Die Sonntagsruhe ist meinen Nachbarn heilig.
Der Ausdruck „hoch und heilig versprechen“ ist eine feste Redewendung. „Hoch und heilig“ funktioniert hier als Einheit und verstärkt das Verb „versprechen“ sehr stark.
Er hat mir hoch und heilig versprochen, pünktlich zu sein.
Im religiösen Kontext gibt es viele feste Verbindungen mit „heilig“. Bekannte Beispiele sind „die Heilige Schrift“ (Bibel, Koran etc.), „ein heiliger Ort“ oder „der Heilige Abend“ (24. Dezember).
Viele Gläubige besuchen die heiligen Stätten in Jerusalem.
Heilig verstärkt in der Verbindung „hoch und heilig versprechen“ die Ernsthaftigkeit einer Beteuerung. Schwören bezeichnet dagegen selbst das sehr ernste und feierliche Versprechen. Verwende heilig als Verstärkung in dieser festen Verbindung, während schwören das eigentliche Ablegen des Versprechens ausdrückt.

Ich verspreche dir hoch und heilig, dass ich niemandem davon erzählen werde.
Vor Gericht musste der Zeuge schwören, die Wahrheit zu sagen.