Ein Gespräch, eine Argumentation oder eine Entwicklung gezielt in eine bestimmte Richtung oder zu einem bestimmten Thema oder Ergebnis lenken.
beispiel
Mit seiner Frage wollte der Journalist auf die Widersprüche in der Aussage des Politikers hinführen.
Tipps
Trennbares Verb
„Hinführen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „hin-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
BEISPIEL
Der Pfad führt direkt zum Gipfel hin.
Wortaufbau
Das Verb besteht aus der Vorsilbe „hin-“ (Bewegung zu einem Ziel) und „führen“ (leiten). Es beschreibt immer das Leiten zu einem bestimmten Punkt – sei es ein Ort oder ein Thema.
BEISPIEL
Wo führt dieser Gang hin?
Kontexthinweis
Die Bedeutung hängt vom Ziel ab. Ist das Ziel ein physischer Ort (z.B. „zum Bahnhof“), ist die wörtliche Bedeutung gemeint. Ist das Ziel ein abstraktes Thema oder Ergebnis (z.B. „zu einer Lösung“), ist die übertragene Bedeutung gemeint.
BEISPIEL
Können Sie mich bitte zum Ausgang hinführen?
Feste Präposition
In der übertragenen Bedeutung wird „hinführen“ fast immer mit der Präposition „zu“ (+ Dativ) verwendet, um das Thema oder das angestrebte Ergebnis zu benennen.
BEISPIEL
Der Lehrer führte die Schüler langsam zur Lösung des Problems hin.
Vergleichen mit
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hinführen vs bringen
„bringen“ und „hinführen“ können beide bedeuten, dass jemand oder etwas an einen Ort oder zu einem Ergebnis kommt. „bringen“ ist das normale, allgemeine Wort für Transport, Begleitung oder auch für eine Folge. „hinführen“ klingt gezielter: Man führt jemanden an einen bestimmten Ort oder lenkt ein Gespräch, eine Entwicklung oder einen Gedanken in eine bestimmte Richtung. Bei Personen ist „hinführen“ oft etwas enger als „bringen“, weil jemand geführt oder begleitet wird. Bei Themen oder Gesprächen passt „hinführen“ besonders gut, wenn Schritt für Schritt ein Ziel erreicht werden soll.
hinführen
Die Lehrerin führt die Klasse langsam an das neue Thema hin.
bringen
Wegen des Regens bringt Aylin ihren Bruder mit dem Auto zur Schule.