Einer Person oder einer Gottheit mit großer Ehrfurcht und Ergebenheit Ehre erweisen. Das Wort wird oft in einem historischen oder sehr formellen Kontext verwendet und steht mit dem Dativ.
beispiel
Das Volk versammelte sich, um dem neuen König zu huldigen.
Tipps
Dativ-Konstruktion
Dieses Verb verlangt immer den Dativ. Man huldigt „jemandem“ oder „etwas“. Eine Konstruktion mit Akkusativ ist falsch.
BEISPIEL
Die Ritter huldigten ihrem Herrn.
Register und Stil
In der Bedeutung „Ehre erweisen“ ist „huldigen“ ein sehr formelles und gehobenes Wort. Es wird hauptsächlich in historischen, literarischen oder religiösen Kontexten verwendet, zum Beispiel für Könige oder Götter.
BEISPIEL
In der Antike huldigten die Menschen vielen verschiedenen Göttern.
Ironische Verwendung
Wenn „huldigen“ mit einer Leidenschaft oder einem Laster verwendet wird, hat es einen ironischen oder übertriebenen Unterton. Man drückt damit aus, dass man sich einer Sache intensiv widmet.
BEISPIEL
Jeden Sonntag huldigt er dem Nichtstun auf dem Sofa.
Typische Verbindungen
In der ironischen Bedeutung wird das Verb oft mit abstrakten Nomen kombiniert. Typisch sind „einer Leidenschaft huldigen“, „dem Genuss huldigen“ oder „dem Müßiggang huldigen“.
BEISPIEL
Nach einer anstrengenden Woche wollte sie nur noch dem Genuss huldigen.
Vergleichen mit
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huldigen vs preisen
„preisen“ und „huldigen“ gehören beide zu einer sehr starken und gehobenen Form von Lob. „preisen“ bedeutet, jemanden oder etwas sehr positiv und feierlich zu loben. Es kann in Reden, Texten oder religiösen Zusammenhängen vorkommen. „huldigen“ ist noch stärker mit Ehrfurcht und Ergebenheit verbunden. Man huldigt oft einer Gottheit, einem Herrscher oder einer sehr verehrten Person. Im Alltag klingen beide Wörter selten und feierlich. „preisen“ passt eher zu großem Lob, „huldigen“ eher zu Verehrung.
huldigen
Im alten Königreich mussten die Menschen dem neuen Herrscher huldigen.
preisen
In seiner Rede pries der Bürgermeister den Mut der Helfer.