intakt
Unbeschädigt, vollständig und funktionstüchtig.
Die über 100 Jahre alte Vase ist noch vollkommen intakt.

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Unbeschädigt, vollständig und funktionstüchtig.
Die über 100 Jahre alte Vase ist noch vollkommen intakt.

Das Wort stammt aus dem Lateinischen. Die Vorsilbe „in-“ bedeutet „nicht“ oder „un-“, und der Stamm „takt“ kommt von „berührt“. „Intakt“ bedeutet also wörtlich „unberührt“ oder „unbeschädigt“.
Trotz des Sturms blieben die meisten Häuser intakt.
Ob „intakt“ wörtlich oder übertragen gemeint ist, erkennt man am Nomen. Bezieht es sich auf ein physisches Objekt (z.B. ein Gebäude), bedeutet es „unbeschädigt“. Bezieht es sich auf ein System (z.B. eine Familie, die Natur), bedeutet es „gesund funktionierend“.
Die alte Brücke ist erstaunlicherweise noch intakt.
„Intakt“ wird sehr häufig prädikativ mit den Verben „sein“ oder „bleiben“ verwendet, um einen Zustand zu beschreiben.
Wir hoffen, dass die historische Altstadt intakt bleibt.
„ganz“ und „intakt“ können beide sagen, dass etwas nicht kaputt ist. „ganz“ ist das einfache Alltagswort und bedeutet hier „heil“ oder „unbeschädigt“. „intakt“ klingt genauer und oft etwas sachlicher: Es meint nicht nur, dass etwas nicht beschädigt ist, sondern auch, dass es funktioniert. Bei Geräten, Körperteilen, Gebäuden oder Systemen ist „intakt“ oft passender. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide bei unbeschädigten Dingen möglich sind. Als einfache Regel gilt: „ganz“ fragt eher nach kaputt oder nicht kaputt, „intakt“ betont zusätzlich den guten Zustand und die Funktion.

Heute prüft der Arzt, ob das Gelenk nach dem Unfall wieder intakt ist.
Zum Glück ist das Glas nach dem Sturz noch ganz.