Ein gehobenes Wort für „jeder“, das oft in Verbindung mit einer Verneinung verwendet wird, um auszudrücken, dass etwas vollständig fehlt oder ausgeschlossen ist. Es bedeutet so viel wie „irgendein“ oder „von irgendeiner Art“.
beispiel
Er lehnte jegliche Verantwortung für den Vorfall ab.
Tipps
Register
„Jeglich“ ist ein Wort der gehobenen Schriftsprache und wird im normalen Alltagsgespräch kaum verwendet. Es klingt formell und wird oft in offiziellen oder juristischen Texten benutzt.
BEISPIEL
Der Vertrag schließt jegliche nachträgliche Änderung aus.
Verwendung mit Verneinung
Besonders häufig wird „jeglich“ in verneinenden Sätzen oder mit Präpositionen wie „ohne“ verwendet. Es verstärkt die Verneinung und bedeutet so viel wie „absolut kein“ oder „gar kein“.
BEISPIEL
Er handelte ohne jeglichen Zweifel.
Satzbau
„Jeglich“ steht immer direkt vor einem Nomen und wird wie ein Artikel dekliniert. Es kann nicht allein als Pronomen stehen.
BEISPIEL
Jeglicher Versuch, ihn zu erreichen, war erfolglos.
Vergleichen mit
antonym · confusable
jeglich vs kein
„kein“ und „jeglich“ stehen oft in Sätzen über etwas, das fehlt oder ausgeschlossen ist. „kein“ ist selbst eine Verneinung: Es sagt direkt, dass etwas nicht vorhanden ist. „jeglich“ bedeutet eher „irgendein“ oder „jeder einzelne“ und ist gehoben. In Verbindung mit einer Verneinung macht es die Aussage stärker, zum Beispiel „ohne jegliche Hilfe“. Lernende können die Wörter verwechseln, weil „jeglich“ oft in negativen Sätzen steht. Wichtig ist: „kein“ verneint allein; „jeglich“ braucht meistens ein negatives Wort wie „ohne“, „nicht“ oder „kein“, wenn es vollständiges Fehlen ausdrücken soll.
jeglich
Zur Vorbereitung lasen die Eltern den Vertrag ohne jegliche Hilfe.