Die Handlung, in einem militärischen Konflikt den Kampf aufzugeben und sich dem Gegner zu ergeben. Dies geschieht oft durch eine formelle Erklärung.
beispiel
Nach wochenlanger Belagerung unterzeichnete der General die bedingungslose Kapitulation.
Tipps
Wortaufbau
Nomen, die auf „-tion“ enden, sind immer feminin (die). Sie sind oft von einem Verb abgeleitet, in diesem Fall von „kapitulieren“.
BEISPIEL
Die Kapitulation der Armee erfolgte am frühen Morgen.
Typische Verbindungen
Im militärischen Kontext wird oft von der „bedingungslosen Kapitulation“ gesprochen. Häufige Verben sind „die Kapitulation unterzeichnen“ oder jemanden „zur Kapitulation zwingen“.
BEISPIEL
Der Feind forderte die bedingungslose Kapitulation.
Verwendung mit „vor“
In der übertragenen Bedeutung wird oft die Präposition „vor“ (+ Dativ) verwendet, um auszudrücken, wem oder was man sich geschlagen gibt. Es ist eine „Kapitulation vor“ einer Herausforderung.
BEISPIEL
Seine Entscheidung war eine Kapitulation vor dem finanziellen Druck.
Vergleichen mit
antonym
Kapitulation vs Widerstand
„der Widerstand“ und „die Kapitulation“ stehen in einem klaren Gegensatz. Bei „Widerstand“ wehrt man sich weiter gegen einen Angriff, einen Befehl oder ein Problem. Bei „Kapitulation“ gibt man den Kampf auf und erkennt an, dass man nicht mehr weiterkommt oder besiegt ist. Das kann militärisch gemeint sein, aber auch übertragen bei schwierigen Aufgaben. Kurz gesagt: Widerstand heißt weitermachen und sich wehren, Kapitulation heißt aufgeben.
Kapitulation
Nach vielen erfolglosen Versuchen war seine Kapitulation vor dem Problem fast verständlich.
Widerstand
Trotz des Drucks leisteten die Bewohner Widerstand gegen den Abriss ihrer Häuser.