
der Kerker
Ein dunkles, meist unterirdisches Gefängnis, besonders in einer Burg oder Festung.
Im Mittelalter wurden Gefangene oft in den feuchten Kerker geworfen.
Kerker
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Ein dunkles, meist unterirdisches Gefängnis, besonders in einer Burg oder Festung.
Im Mittelalter wurden Gefangene oft in den feuchten Kerker geworfen.

Literarisch oder gehoben für ein Gefängnis im Allgemeinen, oft mit der Betonung auf Unfreiheit und Leid.
Nach zwanzig Jahren im Kerker wurde er endlich freigelassen.
Das Wort 'Kerker' wird in der modernen Alltagssprache nicht für ein normales Gefängnis verwendet. Es klingt historisch oder literarisch und wird benutzt, um eine besonders düstere und unmenschliche Haft zu beschreiben.
In Romanen über das Mittelalter werden Helden oft in einen Kerker gesperrt.
Vom Nomen 'der Kerker' leitet sich das Verb 'einkerkern' ab. Es bedeutet, jemanden in einen Kerker oder ein Gefängnis zu sperren und hat ebenfalls einen gehobenen oder historischen Klang.
Der Diktator ließ alle seine politischen Gegner einkerkern.
Passend zum dramatischen Stil des Wortes gibt es feste Wendungen. Sehr häufig sind 'jemanden in den Kerker werfen' und 'im Kerker schmachten'.
Der König ließ seine Feinde ohne Prozess in den Kerker werfen.
Die wörtliche Bedeutung 'unterirdisches Gefängnis' erkennen Sie an Signalwörtern wie 'Burg', 'Schloss', 'Mittelalter' oder 'Verlies'. Oft wird der Kerker als dunkel, feucht und fensterlos beschrieben.
Bei der Burgführung besichtigten wir auch die alten Kerker.
Das Gefängnis ist die neutrale moderne Bezeichnung für eine Haftanstalt. Der Kerker bezeichnet ein Gefängnis literarisch oder gehoben und betont oft die bedrückende Unfreiheit oder das Leiden. In einer normalen Nachricht passt „Gefängnis“, in einer bildhaften Darstellung kann „Kerker“ passend sein.

Im Roman verbrachte der gefangene Ritter viele Jahre in einem dunklen Kerker.
Der Bericht beschreibt, wie die Polizei den Gefangenen ins Gefängnis brachte.