der Kerker
Ein dunkles, meist unterirdisches Gefängnis, besonders in einer Burg oder Festung.
Im Mittelalter wurden Gefangene oft in den feuchten Kerker geworfen.

Kerker
Loading your saved state.
Ein dunkles, meist unterirdisches Gefängnis, besonders in einer Burg oder Festung.
Im Mittelalter wurden Gefangene oft in den feuchten Kerker geworfen.

Das Wort 'Kerker' wird in der modernen Alltagssprache nicht für ein normales Gefängnis verwendet. Es klingt historisch oder literarisch und wird benutzt, um eine besonders düstere und unmenschliche Haft zu beschreiben.
In Romanen über das Mittelalter werden Helden oft in einen Kerker gesperrt.
Vom Nomen 'der Kerker' leitet sich das Verb 'einkerkern' ab. Es bedeutet, jemanden in einen Kerker oder ein Gefängnis zu sperren und hat ebenfalls einen gehobenen oder historischen Klang.
Der Diktator ließ alle seine politischen Gegner einkerkern.
Passend zum dramatischen Stil des Wortes gibt es feste Wendungen. Sehr häufig sind 'jemanden in den Kerker werfen' und 'im Kerker schmachten'.
Der König ließ seine Feinde ohne Prozess in den Kerker werfen.
Die wörtliche Bedeutung 'unterirdisches Gefängnis' erkennen Sie an Signalwörtern wie 'Burg', 'Schloss', 'Mittelalter' oder 'Verlies'. Oft wird der Kerker als dunkel, feucht und fensterlos beschrieben.
Bei der Burgführung besichtigten wir auch die alten Kerker.
„das Gefängnis“ und „der Kerker“ können beide einen Ort meinen, an dem Menschen eingesperrt sind. „Gefängnis“ ist das normale Wort für eine heutige Einrichtung. „Kerker“ klingt alt, literarisch oder dramatisch. Oft denkt man dabei an einen dunklen Raum in einer Burg oder Festung. Man kann „Kerker“ auch übertragen oder gehoben für ein Gefängnis benutzen, aber im Alltag ist das selten. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide einen Haftort bezeichnen. Für moderne Situationen ist fast immer „Gefängnis“ natürlicher.

In der alten Burg führt eine Treppe hinunter in den dunklen Kerker.
Die Mitarbeiterin hat das Gefängnis nur von außen gesehen.