
knicken
Etwas, meist Papier oder Karton, so biegen, dass eine scharfe Falte oder ein Bruch entsteht.
Bitte knicke die wichtigen Dokumente nicht, sondern rolle sie.
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Etwas, meist Papier oder Karton, so biegen, dass eine scharfe Falte oder ein Bruch entsteht.
Bitte knicke die wichtigen Dokumente nicht, sondern rolle sie.

Einen dünnen, länglichen Gegenstand durch Biegen brechen oder beschädigen.
Der starke Wind hat den jungen Baum geknickt.

Eine umgangssprachliche Wendung, die bedeutet, dass man etwas vergessen oder aufgeben kann, weil es aussichtslos oder unerreichbar ist.
Die geplante Reise nach Australien können wir knicken, die Flüge sind viel zu teuer.

Im Sport, insbesondere beim Fußball: den Ball mit einer speziellen Technik so schießen, dass er eine gekrümmte Flugbahn bekommt.
Er hat den Freistoß unhaltbar um die Mauer ins Tor geknickt.
Das Verb „knicken“ ist eng mit dem Nomen „der Knick“ verwandt. Ein Knick ist das Ergebnis der Handlung: eine Falte, eine Biegung oder eine Bruchstelle.
Nach dem Sturm war ein deutlicher Knick im Baumstamm zu sehen.
Das Perfekt von „knicken“ kann mit „haben“ oder „sein“ gebildet werden, was die Bedeutung leicht verändert. Mit „haben“ wird die aktive Handlung betont, mit „sein“ der Zustand oder das Ergebnis.
Er hat den Brief aus Versehen geknickt.
Das Objekt des Verbs macht die Bedeutung klar. Bei flachen, dünnen Dingen wie „Papier“, „Foto“ oder „Karton“ bedeutet „knicken“ falten. Bei länglichen, starren Dingen wie „Ast“, „Blume“ oder „Zweig“ bedeutet es (an-)brechen.
Wer hat die Seite in meinem neuen Buch geknickt?
Die umgangssprachliche Wendung „etwas knicken können“ hat eine feste Struktur mit dem Modalverb „können“. Sie drückt aus, dass ein Plan oder eine Hoffnung aufgegeben werden muss.
Den Ausflug am Wochenende können wir bei diesem Regen wohl knicken.
Aufgeben bezeichnet neutral, dass man einen aussichtslosen Versuch oder Plan nicht weiterverfolgt. Etwas knicken können vermittelt diese Aussage umgangssprachlich und oft recht direkt. In einer sachlichen Situation passt aufgeben, in einem lockeren Gespräch kann man sagen, dass jemand etwas knicken kann.

Ohne die nötige Genehmigung können wir den Plan für das Konzert knicken.
Ohne die nötige Genehmigung müssen wir den Plan für das Konzert aufgeben.