kotzen
Sich übergeben; Mageninhalt durch den Mund ausstoßen. Dieses Wort ist umgangssprachlich.
Nach dem verdorbenen Essen musste er die ganze Nacht kotzen.

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Sich übergeben; Mageninhalt durch den Mund ausstoßen. Dieses Wort ist umgangssprachlich.
Nach dem verdorbenen Essen musste er die ganze Nacht kotzen.

Das Verb „kotzen“ und seine Varianten sind sehr umgangssprachlich. Es wird in informellen Gesprächen oder in Situationen verwendet, in denen starke negative Emotionen ausgedrückt werden.
Mir ist total schlecht, ich glaube, ich muss gleich kotzen.
Die drei Bedeutungen lassen sich gut am Satzbau erkennen. Die wörtliche Bedeutung steht oft allein. Die Wendung „etwas kotzt mich an“ zeigt starken Ekel. Die reflexive Form „sich auskotzen“ bedeutet, sich zu beschweren.
Ihm war so schlecht, dass er kotzen musste.
In der übertragenen Bedeutung wird „kotzen“ fast immer in der festen Wendung „etwas kotzt jemanden an“ verwendet. Das, was stört, ist das Subjekt des Satzes, und die Person, die es stört, steht im Akkusativ.
Die ständige Lügerei in der Politik kotzt mich an.
Die Wendung „sich auskotzen“ ist reflexiv und bedeutet, seinem Ärger Luft zu machen. Die Vorsilbe „aus-“ ist trennbar. Oft wird mit der Präposition „über“ (+ Akkusativ) ergänzt, worüber man sich beschwert.
Er musste sich mal richtig über die Arbeit auskotzen.
„sich übergeben“ und „kotzen“ meinen beide, dass jemand erbricht. Der wichtigste Unterschied ist der Stil. „sich übergeben“ ist neutraler und passt besser beim Arzt, in der Schule, bei der Arbeit oder in höflichen Gesprächen. „kotzen“ ist umgangssprachlich und deutlich direkter. Man hört es eher unter Freunden oder wenn jemand grob spricht. In einer formellen oder medizinischen Situation sollte man „sich übergeben“ verwenden. „kotzen“ kann schnell unhöflich oder zu stark klingen.

Im Bus wurde Max schlecht, und kurz danach musste er kotzen.
Nach dem Essen musste sich Lisa mehrmals übergeben.