die Lippe
Einer der beiden weichen, beweglichen Ränder des Mundes bei Menschen und Tieren.
Sie hat sich auf die Lippe gebissen, als sie die schlechte Nachricht hörte.

Lippe
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Einer der beiden weichen, beweglichen Ränder des Mundes bei Menschen und Tieren.
Sie hat sich auf die Lippe gebissen, als sie die schlechte Nachricht hörte.

Im Alltag wird „Lippe“ oft in festen Wendungen verwendet, die körperliche Reaktionen oder Gefühle beschreiben. Häufig sind „sich auf die Lippe beißen“ (aus Nervosität oder um etwas nicht zu sagen) oder „sich die Lippen lecken“ (als Zeichen von Appetit oder Vorfreude).
Er biss sich auf die Lippe, um nicht zu lachen.
Die Redewendung „an jemandes Lippen hängen“ bedeutet, dass man jemandem extrem aufmerksam zuhört. Die Person, der zugehört wird, steht dabei im Dativ.
Die Studenten hingen an den Lippen des Professors.
Die Redewendung „eine dicke Lippe riskieren“ ist umgangssprachlich und bedeutet, frech oder vorlaut zu sein. Sie wird oft als Warnung verwendet.
Wenn du hier eine dicke Lippe riskierst, bekommst du Probleme.
Diese Bedeutung erkennen Sie immer am Kontext. Wenn von Behältern wie „Glas“, „Tasse“ oder „Topf“ die Rede ist, ist der obere Rand gemeint.
Die Tasse war so voll, dass der Kaffee über die Lippe lief.
„der Mund“ und „die Lippe“ gehören beide zum Gesicht und liegen sehr nah beieinander. „Der Mund“ meint die ganze Öffnung, mit der man isst, trinkt und spricht. „Die Lippe“ meint nur den weichen Rand des Mundes, also die obere oder untere Lippe. Lernende können die Wörter verwechseln, weil man beide oft zusammen sieht oder nennt. Praktisch gilt: Wenn es um Sprechen, Essen oder die Öffnung geht, passt „Mund“. Wenn es um den Rand, eine Verletzung dort oder Lippenstift geht, passt „Lippe“.

Nach dem Sturz blutet Lenas Lippe ein wenig.
Beim Zahnarzt muss Tom den Mund weit öffnen.