
das Luder
Eine abfällige, umgangssprachliche Bezeichnung für eine Frau, die als durchtrieben, bösartig oder moralisch leichtfertig angesehen wird.
Sie nannte ihre Rivalin hinter vorgehaltener Hand ein falsches Luder.
Luder
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Eine abfällige, umgangssprachliche Bezeichnung für eine Frau, die als durchtrieben, bösartig oder moralisch leichtfertig angesehen wird.
Sie nannte ihre Rivalin hinter vorgehaltener Hand ein falsches Luder.

In der Jägersprache ein Tierkadaver oder Fleischabfall, der als Köder zum Anlocken von Raubtieren ausgelegt wird.
Der Jäger legte am Waldrand ein Luder aus, um einen Fuchs anzulocken.

Umgangssprachlich, oft scherzhaft oder sogar liebevoll für eine Person (besonders ein Kind) oder ein Tier, das frech oder gerissen ist.
Du kleines Luder hast ja schon wieder den ganzen Kuchen allein gegessen!
Obwohl „Luder“ sich oft auf eine Frau oder eine Person bezieht, ist das grammatische Geschlecht sächlich: „das Luder“. Dies ist bei einigen umgangssprachlichen Personenbezeichnungen im Deutschen üblich.
Er nannte sie ein hinterhältiges Luder.
Dieses Wort hat sehr unterschiedliche Stilebenen. Es kann eine starke Beleidigung, ein Fachbegriff oder eine scherzhafte Neckerei sein. Die korrekte Interpretation hängt extrem vom Kontext und Tonfall ab.
Pass auf, was du sagst, denn „Luder“ kann sehr verletzend sein.
Die ursprüngliche Bedeutung von „Luder“ ist „Köder“. Daraus entwickelte sich die Jägerbedeutung. Die abfällige Bezeichnung für eine Person leitet sich von der Vorstellung ab, dass jemand eine andere Person „anlockt“ oder verführt.
Die Geschichte des Wortes erklärt die Verbindung zwischen dem Köder und der durchtriebenen Person.
In der Bedeutung „Tierkadaver als Köder“ ist „Luder“ ein reiner Fachbegriff der Jägersprache. Außerhalb des Themas Jagd werden Sie das Wort in diesem Sinne nicht finden.
Der Jäger kontrollierte das Luder, das er für die Wildschweine ausgelegt hatte.
Ob die Bezeichnung als Beleidigung oder als liebevoller Scherz gemeint ist, hängt vom Tonfall und der Beziehung der Sprechenden ab. Unter Freunden oder für ein freches Kind kann es harmlos sein, gegenüber Fremden ist es eine schwere Beleidigung.
Na, du kleines Luder, hast du schon wieder heimlich genascht?
Luder und Biest können beide eine Frau abwertend als unangenehm oder böse bezeichnen. „Luder“ hebt stärker ihre Durchtriebenheit oder moralische Leichtfertigkeit hervor, während „Biest“ allgemeiner eine bösartige oder rücksichtslose Person nennt. Verwende „Luder“ bei dieser besonderen Charakterisierung und „Biest“ bei allgemeiner Verachtung.

Dieses Luder versprach ihm Hilfe und nahm dann heimlich den besten Platz.
Dieses Biest stieß den hilflosen Mann zur Seite und ging einfach weiter.