Eine umgangssprachliche, oft als liebevoll oder verniedlichend empfundene Bezeichnung für ein Mädchen oder eine junge Frau. Der Begriff ist in manchen Regionen gebräuchlicher als in anderen und kann je nach Kontext als leicht veraltet wahrgenommen werden.
beispiel
Schau mal, die beiden Mädels da drüben haben genau die gleichen Jacken an.
Tipps
Grammatisches Geschlecht
„Mädel“ ist eine Diminutivform (Verkleinerungsform). Wie bei anderen Diminutiven (z.B. „das Mädchen“) ist der Artikel sächlich („das“), auch wenn es sich um eine weibliche Person handelt.
BEISPIEL
Das Mädel mit den roten Haaren hat das Rennen gewonnen.
Register und Region
Das Wort ist umgangssprachlich und in manchen Kontexten veraltet. Es ist in Süddeutschland und Österreich gebräuchlicher als in Norddeutschland.
BEISPIEL
In Bayern hört man oft den Ausdruck „Servus, die Mädels!“.
Kontextabhängige Wirkung
Die Wahrnehmung dieses Wortes ist stark situationsabhängig. Es kann liebevoll klingen, aber auch als herablassend oder unpassend empfunden werden, besonders wenn es von einem Mann gegenüber einer unbekannten Frau verwendet wird.
BEISPIEL
Als der Chef die Mitarbeiterinnen „meine Mädels“ nannte, fanden das einige unprofessionell.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Mädel vs Mädchen
„das Mädchen“ und „das Mädel“ bezeichnen beide eine weibliche junge Person. Der Unterschied liegt vor allem im Stil. „Mädchen“ ist neutral und passt in fast allen Situationen. „Mädel“ ist umgangssprachlich und klingt oft liebevoll, locker oder etwas verniedlichend. In manchen Regionen hört man es häufiger, in anderen kann es altmodisch wirken. Lernende können die Wörter verwechseln, weil sie sehr ähnlich aussehen und oft dieselbe Person meinen. In neutralen oder formelleren Situationen ist „Mädchen“ sicherer; unter Bekannten kann „Mädel“ natürlich klingen.
Mädel
Meine Oma sagt oft: „Das Mädel hilft mir immer im Garten.“
Mädchen
Im Bus bietet ein Mädchen einer älteren Frau seinen Platz an.