melken
Milch aus dem Euter eines Tieres, insbesondere einer Kuh, Ziege oder eines Schafes, durch Drücken und Ziehen gewinnen.
Der Bauer muss jeden Morgen und Abend die Kühe im Stall melken.

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Milch aus dem Euter eines Tieres, insbesondere einer Kuh, Ziege oder eines Schafes, durch Drücken und Ziehen gewinnen.
Der Bauer muss jeden Morgen und Abend die Kühe im Stall melken.

Die Bedeutung von „melken“ ist meist eindeutig. Geht es um Tiere wie Kühe oder Ziegen, ist die wörtliche Bedeutung gemeint. Geht es um Menschen, Geld oder eine Situation, ist die übertragene, negative Bedeutung gemeint.
Auf dem Bauernhof lernen die Kinder, wie man eine Ziege melkt.
In seiner wörtlichen Bedeutung wird „melken“ fast immer in Verbindung mit milchgebenden Tieren verwendet. Typische Objekte sind „die Kühe“, „die Ziegen“ oder „die Schafe“.
Früher wurden die Kühe von Hand gemolken.
Die übertragene Bedeutung von „melken“ ist umgangssprachlich und hat eine stark negative Konnotation. Sie drückt aus, dass jemand unfair ausgenutzt wird.
Die Firma melkt ihre Kunden mit versteckten Gebühren.
In der umgangssprachlichen Bedeutung des Ausnutzens steht die Person oder die Sache, die ausgenutzt wird, immer im Akkusativ. Man „melkt jemanden“ oder „etwas“.
Manche Influencer melken ihre Follower für Spenden.
„ausnehmen“ und „melken“ können umgangssprachlich beide bedeuten, dass jemand finanziell ausgenutzt wird. „jemanden ausnehmen“ klingt stärker nach Betrug, unfairen Preisen oder einer Situation, in der einer Person viel Geld weggenommen wird. „jemanden melken“ betont eher, dass man immer wieder möglichst viel Geld oder Nutzen aus jemandem herausholt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide negativ sind und mit Geld zu tun haben. „ausnehmen“ passt besonders bei einem konkreten unfairen Verlust, „melken“ eher bei längerem oder wiederholtem Ausnutzen.

Die Firma melkt ihre Kunden mit ständig neuen Gebühren.
Der falsche Handwerker nahm die alte Dame mit einer viel zu hohen Rechnung aus.