
ausnehmen
Die inneren Organe eines Tieres, insbesondere eines Fisches oder Geflügels, vor der Zubereitung entfernen.
Der Koch zeigte uns, wie man eine Forelle fachgerecht ausnimmt.
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Die inneren Organe eines Tieres, insbesondere eines Fisches oder Geflügels, vor der Zubereitung entfernen.
Der Koch zeigte uns, wie man eine Forelle fachgerecht ausnimmt.

Eine Ausnahme für jemanden oder etwas machen; jemanden oder etwas von einer Regel, einer Gruppe oder einer allgemeinen Aussage ausschließen.
Alle müssen mithelfen, niemand wird ausgenommen!

Umgangssprachlich: Einer Person auf unfaire Weise, oft durch Betrug oder überhöhte Preise, ihr Geld wegnehmen.
Pass auf bei diesem Verkäufer, der ist dafür bekannt, Touristen auszunehmen.

Einen bestimmten Eindruck machen; auf eine bestimmte Weise wirken oder aussehen. Diese Verwendung ist eher formell oder veraltet.
Seine plötzliche Freundlichkeit nahm sich nach dem Streit etwas seltsam aus.
„Ausnehmen“ ist ein trennbares Verb. Im Hauptsatz steht die Vorsilbe „aus-“ am Ende. In Nebensätzen oder im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Der Fischer nimmt den Fisch sofort aus.
Das Verb besteht aus „aus“ und „nehmen“. Die Logik „etwas herausnehmen“ hilft beim Verstehen aller Bedeutungen: die Organe aus einem Tier nehmen, eine Person aus einer Gruppe nehmen oder das Geld aus jemandes Tasche nehmen.
Wer nimmt das Huhn für das Abendessen aus?
Die Bedeutung wird durch den Kontext klar. Geht es um Kochen (Fisch, Geflügel), ist das Entfernen von Organen gemeint. Geht es um Regeln oder Gruppen, ist eine Ausnahme gemeint. Geht es um Geld und Betrug, ist die umgangssprachliche Bedeutung gemeint.
Zuerst muss man den Karpfen ausnehmen und waschen.
Wenn eine Ausnahme gemacht wird, steht die Sache oder Person, die von der Regel ausgenommen wird, im Akkusativ. Oft folgt eine Präpositionalphrase mit „von“, um die Gruppe oder Regel zu nennen.
Kinder unter sechs Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen.
In der Bedeutung „jemandem durch Betrug Geld wegnehmen“ ist „ausnehmen“ sehr umgangssprachlich. Man verwendet es im informellen Gespräch, aber nicht in formellen Texten.
Lass dich von den Verkäufern am Strand nicht ausnehmen!
Wirken und sich ausnehmen beschreiben beide den Eindruck, den etwas macht. Sich ausnehmen ist jedoch eher formell oder veraltet und betont oft die Wirkung in einer bestimmten Umgebung. Im normalen Alltag passt wirken besser; in einer formellen Bewertung kann sich ausnehmen passen.

In der formellen Beschreibung heißt es, dass sich das rote Sofa in dem hellen Raum sehr elegant ausnimmt.
Das rote Sofa wirkt in dem hellen Raum sehr elegant.