Die Arbeitskraft von Personen rücksichtslos ausnutzen, indem man ihnen zu viel Arbeit für zu wenig Lohn gibt. Der Begriff hat eine stark negative Bedeutung und impliziert Ungerechtigkeit.
beispiel
Die Firma wurde beschuldigt, ihre Arbeiter in den Fabriken auszubeuten.
Tipps
Trennbares Verb
„Ausbeuten“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „aus-“ trennt sich im Hauptsatz vom Verb und steht am Satzende.
BEISPIEL
Manche Unternehmen beuten ihre Praktikanten systematisch aus.
Negative Bedeutung
Das Wort „ausbeuten“ hat in beiden Bedeutungen eine stark negative Konnotation. Es impliziert immer ein rücksichtsloses und unfaires Ausnutzen zum eigenen Vorteil.
BEISPIEL
Es ist moralisch falsch, die Notlage anderer Menschen auszubeuten.
Kontexthinweis
Die genaue Bedeutung erkennt man am Objekt des Satzes. Bezieht es sich auf Menschen (z.B. „Arbeiter“), geht es um Arbeitskraft. Bezieht es sich auf Dinge (z.B. „Rohstoffe“), geht es um natürliche Ressourcen.
BEISPIEL
Die Kolonialmächte beuteten die besetzten Länder aus.
Typische Verbindungen
Wenn es um Menschen geht, wird „ausbeuten“ oft in Zusammenhängen wie „Arbeiter ausbeuten“, „Mitarbeiter ausbeuten“ oder „Praktikanten ausbeuten“ verwendet.
BEISPIEL
Die Gewerkschaft kämpft dagegen, dass die Angestellten ausgebeutet werden.
Vergleichen mit
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ausbeuten vs benutzen
„benutzen“ und „ausbeuten“ haben beide mit Nutzen oder Gebrauch zu tun, aber sie sind nicht gleich stark. „benutzen“ kann neutral sein, wenn man etwas für einen Zweck verwendet. Bei Personen kann es auch negativ bedeuten, dass man jemanden für eigene Ziele nimmt. „ausbeuten“ ist viel stärker und immer negativ. Es passt besonders, wenn Menschen sehr unfair arbeiten müssen oder wenn Natur und Rohstoffe ohne Rücksicht stark genutzt werden. Für normale Dinge sagt man „benutzen“, für harte Ungerechtigkeit oder schädlichen Raubbau sagt man „ausbeuten“.
ausbeuten
Die Firma beutet ihre Arbeiter aus und zahlt ihnen viel zu wenig.