mitkriegen
Umgangssprachlich für bemerken, wahrnehmen oder verstehen, was um einen herum geschieht.
Hast du mitgekriegt, dass die Nachbarn umgezogen sind?

Loading your saved state.
Umgangssprachlich für bemerken, wahrnehmen oder verstehen, was um einen herum geschieht.
Hast du mitgekriegt, dass die Nachbarn umgezogen sind?

„Mitkriegen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „mit-“ steht im Hauptsatz am Ende, in Nebensätzen bleibt sie mit dem Verb verbunden und im Infinitiv mit „zu“ steht „zu“ in der Mitte.
Ich kriege nicht alles mit, was hier passiert.
Dieses Verb gehört klar zur Umgangssprache. Es ist sehr häufig im alltäglichen Gespräch, sollte aber in formellen Texten oder E-Mails vermieden werden.
Ich hab gar nicht mitgekriegt, dass du schon da bist.
Geht es um Informationen, Nachrichten oder Ereignisse, bedeutet „mitkriegen“ „bemerken“. Geht es um teilbare Dinge wie Essen oder Geld, bedeutet es „einen Anteil bekommen“.
Hast du die Neuigkeiten über den Chef mitgekriegt?
In der Bedeutung „bemerken“ wird „mitkriegen“ sehr oft mit einem Nebensatz verwendet, der mit „dass“ oder einem Fragewort (was, wer, wie) beginnt.
Sie hat sofort mitgekriegt, dass etwas nicht stimmt.
„bekommen“ und „mitkriegen“ können beide bedeuten, dass jemand etwas erhält. „bekommen“ ist neutral und in Alltag, Schule, Arbeit und offiziellen Situationen passend. „mitkriegen“ ist umgangssprachlich und meint oft, dass man einen Teil von etwas abbekommt, zum Beispiel Essen, Geld oder Informationen. Wichtig ist: „mitkriegen“ bedeutet sehr oft auch „bemerken“ oder „verstehen“. Deshalb kann man die Wörter verwechseln. Wenn es nur um Empfangen geht, ist „bekommen“ meist klarer. Wenn es um Wahrnehmen geht, passt nur „mitkriegen“.

Am Telefon kriegt er kaum mit, was sein Freund sagt.
In der E-Mail bekommt die Ärztin alle Informationen zur Reise.