
müssig
Überflüssig oder sinnlos, weil es zu keinem Ergebnis führt oder die Antwort bereits bekannt ist.
Es ist müssig, darüber zu streiten, wer die Schuld trägt; wir müssen jetzt eine Lösung finden.
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Überflüssig oder sinnlos, weil es zu keinem Ergebnis führt oder die Antwort bereits bekannt ist.
Es ist müssig, darüber zu streiten, wer die Schuld trägt; wir müssen jetzt eine Lösung finden.

Ohne Beschäftigung oder Arbeit; untätig und mit viel freier Zeit. Diese Bedeutung ist heute eher selten oder gehoben.
An einem müssigen Nachmittag saß er im Garten und las ein Buch.
Das Adjektiv „müssig“ ist eng mit dem Nomen „die Muße“ verwandt, was „freie Zeit“ oder „entspannte Untätigkeit“ bedeutet. Diese Herkunft erklärt beide Bedeutungen: Eine sinnlose Diskussion ist Zeitverschwendung, und wer untätig ist, hat viel freie Zeit.
Er genoss die Muße des Sonntagnachmittags.
Sehr häufig wird „müssig“ in der festen Struktur „Es ist müssig, etwas zu tun“ verwendet. Es beschreibt, dass eine Handlung oder Diskussion sinnlos ist.
Es ist müssig, darüber zu diskutieren, was gewesen wäre, wenn.
In der Bedeutung „sinnlos“ steht „müssig“ fast immer mit abstrakten Nomen, die eine geistige Tätigkeit beschreiben. Typisch sind „eine müssige Frage“, „eine müssige Debatte“ oder „müssige Spekulationen“.
Das ist eine müssige Frage, denn wir können die Vergangenheit nicht ändern.
Die Bedeutung „untätig“ oder „ohne Beschäftigung“ ist heute selten und wirkt gehoben oder literarisch. Im normalen Sprachgebrauch ist sie unüblich.
Der Dichter verbrachte viele müssige Stunden im Park.
Sinnlos bezeichnet allgemein eine Diskussion ohne vernünftigen Zweck oder Nutzen. Müssig passt besonders, wenn weiteres Reden überflüssig ist, weil kein Ergebnis möglich oder die Antwort schon bekannt ist. In diesem engeren Fall können beide Wörter verwendet werden.

Die Diskussion ist müssig, weil die Antwort bereits feststeht.
Die Diskussion ist sinnlos, weil keine Seite bereit ist, ihre Meinung zu prüfen.