untätig
Beschreibt einen Zustand, in dem man nichts tut, passiv ist oder nicht handelt, obwohl Handeln möglich oder erwartet wäre.
Er sah nicht untätig zu, sondern griff sofort ein, um zu helfen.

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Beschreibt einen Zustand, in dem man nichts tut, passiv ist oder nicht handelt, obwohl Handeln möglich oder erwartet wäre.
Er sah nicht untätig zu, sondern griff sofort ein, um zu helfen.

Das Wort besteht aus der Vorsilbe „un-", die eine Verneinung ausdrückt, und dem Adjektiv „tätig" (aktiv, handelnd). „Untätig" bedeutet also wörtlich „nicht tätig" oder „nicht handelnd".
Während die anderen diskutierten, stand er untätig in der Ecke.
„Untätig" wird sehr häufig mit den Verben „bleiben" oder „zusehen" kombiniert. Diese Wendungen betonen das passive Verhalten in einer Situation, die eigentlich eine Reaktion erfordert.
Die Polizei konnte bei dem Verbrechen nicht einfach untätig zusehen.
Oft wird der Ausdruck verneint („nicht untätig bleiben"), um zu betonen, dass jemand aktiv geworden ist und gehandelt hat.
Als sie die Ungerechtigkeit sah, blieb sie nicht untätig und organisierte eine Protestaktion.
„aktiv“ und „untätig“ stehen im Gegensatz, wenn es um Handeln geht. „aktiv“ beschreibt jemanden, der etwas tut, mitmacht oder sich engagiert. „untätig“ beschreibt jemanden, der nichts tut, obwohl er handeln könnte oder sollte. „untätig“ klingt oft leicht kritisch, weil erwartet wird, dass die Person etwas unternimmt. „aktiv“ ist dagegen neutral oder positiv und passt zu Bewegung, Mitarbeit und Engagement.

Er sitzt am Morgen untätig am Bahnhof, obwohl sein Zug ausfällt.
Vor dem Termin bleiben wir aktiv und bereiten alle Unterlagen vor.