nahezu
Fast, beinahe oder annähernd. Es drückt aus, dass ein Zustand oder eine Menge fast erreicht ist.
Nach der langen Wanderung war die Wasserflasche nahezu leer.

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Fast, beinahe oder annähernd. Es drückt aus, dass ein Zustand oder eine Menge fast erreicht ist.
Nach der langen Wanderung war die Wasserflasche nahezu leer.

Das Wort setzt sich aus „nahe“ und „zu“ zusammen. Es drückt wörtlich aus, dass man einer Sache oder einem Zustand „nahe kommt“, ihn aber nicht ganz erreicht.
Wir sind dem Ziel schon sehr nahe.
„Nahezu“ gehört eher zur Schriftsprache oder einem gehobenen, formelleren Stil. In der alltäglichen gesprochenen Sprache wird es seltener verwendet.
Die Aufgabe war nahezu unmöglich zu lösen.
„Nahezu“ steht oft vor Adjektiven oder Partizipien, um eine Annäherung an einen Zustand zu beschreiben. Häufige Kombinationen sind „nahezu unmöglich“, „nahezu identisch“, „nahezu abgeschlossen“ oder „nahezu perfekt“.
Die beiden Bilder sind nahezu identisch.
„etwa“ und „nahezu“ können beide eine ungenaue Angabe machen. Der wichtige Unterschied ist: „etwa“ bedeutet „ungefähr“ und nennt eine Zahl oder Menge nur grob. „nahezu“ bedeutet „fast“ und zeigt, dass etwas beinahe erreicht ist. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide nicht ganz genaue Angaben machen. Praktisch gilt: Bei einer ungefähren Zahl passt meistens „etwa“. Wenn etwas fast vollständig oder fast erreicht ist, passt „nahezu“ besser.

Nach dem langen Regen war der Keller nahezu voll mit Wasser.
Die Fahrt zum Bahnhof dauert etwa zwanzig Minuten.