Das rechtswidrige Zwingen einer Person durch Gewalt oder durch die Androhung eines empfindlichen Übels zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung. Es handelt sich um einen Straftatbestand.
beispiel
Der Angeklagte wurde wegen Nötigung im Straßenverkehr zu einer Geldstrafe verurteilt.
Tipps
Wortfamilie
Das Nomen „die Nötigung“ ist vom Verb „nötigen“ (jemanden zu etwas zwingen) abgeleitet. Die Endung „-ung“ ist eine typische Art, in der deutsche Verben zu femininen Nomen werden.
BEISPIEL
Er hat mich genötigt, den Vertrag zu unterschreiben.
Register und Kontext
„Nötigung“ ist ein Begriff aus der Rechtssprache. Im Alltag wird es fast nur verwendet, wenn man über Straftaten oder rechtliche Auseinandersetzungen spricht.
BEISPIEL
Sie hat Anzeige wegen Nötigung erstattet.
Typische Verbindungen
Häufige Kontexte für dieses Wort sind „Nötigung im Straßenverkehr“ oder „sexuelle Nötigung“. Die Struktur ist oft „die Nötigung zu etwas (Dativ)“.
BEISPIEL
Er wurde wegen Nötigung zu einer Aussage verurteilt.
Vergleichen mit
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Nötigung vs Druck
„der Druck“ und „die Nötigung“ können beide bedeuten, dass jemand stark zu etwas gedrängt wird. „Druck“ ist aber ein allgemeines Wort und kann auch im Alltag vorkommen, zum Beispiel durch Erwartungen oder Zeitmangel. „Nötigung“ ist ein rechtliches Wort und meint ein rechtswidriges Zwingen durch Gewalt oder eine Drohung. Wenn jemand nur stark bittet oder drängt, spricht man meist von Druck. Wenn jemand mit Gewalt oder ernstem Schaden droht, kann es Nötigung sein.
Nötigung
Wegen der Drohung wurde der Fall als Nötigung angezeigt.