obendrein
Drückt aus, dass etwas zusätzlich zu etwas bereits Genanntem hinzukommt; außerdem, darüber hinaus.
Das Essen war kalt und der Service obendrein noch unfreundlich.

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Drückt aus, dass etwas zusätzlich zu etwas bereits Genanntem hinzukommt; außerdem, darüber hinaus.
Das Essen war kalt und der Service obendrein noch unfreundlich.

Das Adverb setzt sich aus „oben“ und „drein“ (eine alte Form von „darin“) zusammen. Die wörtliche Bedeutung ist „oben drauf“, was die übertragene Bedeutung „zusätzlich“ gut erklärt.
Er hat die Prüfung nicht bestanden und obendrein sein Lehrbuch verloren.
„Obendrein“ kann am Satzanfang (Position 1) stehen. In diesem Fall folgt das Verb direkt danach. Es kann aber auch in der Mitte des Satzes stehen, um eine zusätzliche Information zu betonen.
Die Wanderung war sehr lang. Obendrein fing es stark an zu regnen.
„Obendrein“ wird oft verwendet, um eine zusätzliche, meist negative oder unerwartete Information hervorzuheben. Es verleiht der Aussage eine betonende, manchmal leicht beschwerende Note.
Ich habe meinen Zug verpasst und musste obendrein eine Stunde auf den nächsten warten.
„dazu“ und „obendrein“ können beide ausdrücken, dass noch etwas zusätzlich kommt. „dazu“ ist neutral und sehr allgemein: Man kann etwas zu einer Sache hinzufügen oder zu einer Bestellung nehmen. „obendrein“ betont stärker, dass noch etwas zusätzlich hinzukommt, oft mit dem Gefühl von „auch noch“ oder „darüber hinaus“. Es klingt etwas nachdrücklicher und weniger alltäglich als „dazu“. Wenn du einfach eine Ergänzung meinst, passt meistens „dazu“. Wenn du das Extra besonders betonen willst, passt „obendrein“ besser.

Maria musste lange arbeiten und obendrein noch den Bericht fertig schreiben.
Zum Salat nehme ich noch ein Stück Brot dazu.