Ein scharfer, oft unsachlicher und persönlicher Angriff oder Streit in einer meist öffentlichen Diskussion. Ziel ist es, die Gegenposition herabzusetzen, statt sachlich zu argumentieren.
beispiel
Die politische Debatte artete schnell in reine Polemik aus.
Tipps
Wortfamilie
„Polemik“ ist das Nomen zum Adjektiv „polemisch“. Eine Person oder ein Text kann „polemisch“ sein, und der Stil, den sie verwenden, ist die „Polemik“.
BEISPIEL
Sein Kommentar war unnötig polemisch.
Typische Verbindungen
Dieses Wort wird oft mit Verben verwendet, die eine negative Entwicklung einer Diskussion beschreiben. Typisch sind Wendungen wie „in Polemik ausarten“, „in Polemik verfallen“ oder „sich auf Polemik beschränken“.
BEISPIEL
Statt sachlich zu bleiben, verfiel der Redner schnell in reine Polemik.
Register und Stil
„Polemik“ ist ein Wort des gehobenen Sprachgebrauchs. Man findet es vor allem in Texten und Diskussionen über Politik, Wissenschaft oder Literatur.
BEISPIEL
Der Zeitungsartikel war eine scharfe Polemik gegen die Regierung.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Polemik vs Kritik
„die Kritik“ und „die Polemik“ können beide negative Aussagen in einer Diskussion sein. „Kritik“ kann sachlich sein und sich auf Fehler oder Schwächen beziehen. „Polemik“ ist schärfer, oft unsachlich und manchmal persönlich. Sie will die andere Seite eher schlecht darstellen, nicht ruhig erklären. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beides gegen etwas gerichtet sein kann. Wenn eine Aussage fair und begründet ist, sagt man eher „Kritik“. Wenn sie angreifend und übertrieben wirkt, sagt man eher „Polemik“.
Polemik
In der Diskussion ging es bald mehr um Polemik als um echte Lösungen.