sich reimen
Beschreibt, dass zwei oder mehr Wörter am Ende gleich oder sehr ähnlich klingen.
Die Wörter „Nacht“ und „Macht“ reimen sich.

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Beschreibt, dass zwei oder mehr Wörter am Ende gleich oder sehr ähnlich klingen.
Die Wörter „Nacht“ und „Macht“ reimen sich.

In der Grundbedeutung ist „reimen“ reflexiv („sich reimen“). Um das passende Reimwort zu nennen, verwendet man die Präposition „auf“ mit dem Akkusativ.
Das Wort „Haus“ reimt sich auf „Maus“.
„Sich reimen“ beschreibt eine Eigenschaft von Wörtern (sie klingen gleich). Das nicht-reflexive „reimen“ beschreibt eine aktive Handlung einer Person: das Dichten oder Erstellen von Reimen.
Die Wörter „Sonne“ und „Wonne“ reimen sich.
Die Wendung „sich (Dativ) etwas zusammenreimen“ bedeutet, dass man aus Indizien eine Schlussfolgerung zieht. Die Vorsilbe „zusammen-“ betont hier das Zusammensetzen von Informationen.
Aus seinen wenigen Worten konnte ich mir den Rest der Geschichte zusammenreimen.
Wenn man etwas überhaupt nicht verstehen kann, benutzt man die feste Redewendung „sich keinen Reim auf etwas machen können“. Die Person steht im Dativ und die unverständliche Sache folgt nach „auf“ im Akkusativ.
Ich kann mir auf sein plötzliches Verschwinden absolut keinen Reim machen.
„verstehen“ und „reimen“ hängen hier nur in bestimmten festen Ausdrücken zusammen. „verstehen“ sagt direkt, dass man den Sinn von etwas erfasst. Bei „sich etwas zusammenreimen“ versucht man, aus wenigen Hinweisen eine Erklärung zu finden. Das ist unsicherer als wirkliches Verstehen. Der Gegensatz ist besonders klar in „sich keinen Reim auf etwas machen können“: Das bedeutet, dass man etwas gar nicht versteht oder sich nicht erklären kann. Lernende können die Wörter verwechseln, weil „Reim“ hier nichts mit Gedichten zu tun hat, sondern bildlich gebraucht wird.

Ich kann mir keinen Reim darauf machen, warum die Tür heute Morgen offen war.
Nach der Erklärung verstehe ich endlich, warum der Termin verschoben wurde.