
dichten
Literarische Texte, insbesondere Gedichte oder andere Werke der Dichtkunst, verfassen.
Schon als Kind liebte sie es, kleine Gedichte zu dichten.
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Literarische Texte, insbesondere Gedichte oder andere Werke der Dichtkunst, verfassen.
Schon als Kind liebte sie es, kleine Gedichte zu dichten.

Etwas abdichten; Fugen, Risse oder Spalten so verschließen, dass keine Flüssigkeit oder Luft hindurchdringen kann.
Der Handwerker muss das undichte Fenster dichten, bevor es wieder regnet.

Umgangssprachlich für lügen oder sich etwas ausdenken; eine Geschichte erfinden, die nicht der Wahrheit entspricht.
Glaub ihm kein Wort, der dichtet sich doch nur etwas zusammen.
Das Verb „dichten“ hat zwei verschiedene Ursprünge. Einerseits gehört es zur Wortfamilie von „Dichter“ und „Gedicht“ (Literatur). Andererseits ist es mit dem Adjektiv „dicht“ (eng, versiegelt) verwandt und bedeutet „abdichten“.
Goethe hat viele berühmte Balladen gedichtet.
In der Bedeutung „abdichten“ wird das Verb für praktische, handwerkliche Tätigkeiten verwendet. Typische Objekte sind „ein Dach“, „ein Fenster“, „Fugen“ oder „ein Leck“.
Der Handwerker hat das Leck in der Wasserleitung schnell gedichtet.
Die Bedeutung „lügen“ ist umgangssprachlich. Oft wird sie in der reflexiven Konstruktion „sich (Dativ) etwas zusammen dichten“ verwendet, was „sich eine Geschichte ausdenken“ bedeutet.
Er hat sich nur eine Ausrede zusammengedichtet, warum er zu spät war.
Beide Wörter können das Verfassen eines Gedichts bezeichnen. Schreiben ist dabei neutral und kann den Schreibvorgang oder die Autorschaft ausdrücken, während dichten die dichterische Gestaltung ausdrücklich hervorhebt. Für einen allgemeinen Text passt schreiben, für ein Gedicht besonders dichten.

Sie dichtet gerade ein Gedicht über ihre Reise.
Sie schreibt gerade einen Text über ihre Reise.