der Reiser
Eine veraltete oder dichterische Bezeichnung für eine Person, die eine Reise unternimmt; ein Reisender.
Müde und staubig erreichte der Reiser am Abend endlich das Gasthaus.

Reiser
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Eine veraltete oder dichterische Bezeichnung für eine Person, die eine Reise unternimmt; ein Reisender.
Müde und staubig erreichte der Reiser am Abend endlich das Gasthaus.

Die beiden Bedeutungen sind durch den Kontext klar getrennt. Spricht man von Menschen, Geschichte oder Literatur, ist der Reisende gemeint. Spricht man von Pflanzen, Bäumen oder Gartenarbeit, ist der Zweig gemeint.
Der Dichter beschrieb den einsamen Reiser in den Bergen.
In dieser Bedeutung ist „der Reiser“ direkt vom Verb „reisen“ abgeleitet. Es ist die alte Form für eine Person, die reist.
Im Mittelalter war ein Reiser oft monatelang unterwegs.
Dieses Wort für einen Reisenden ist veraltet und wird heute nur noch in historischen oder poetischen Texten verwendet. Im modernen Deutsch spricht man von „der Reisende“ oder „die Reisende“.
In dem alten Roman kehrte der Reiser nach vielen Jahren zurück.
In dieser Bedeutung ist „der Reiser“ ein Fachbegriff aus dem Gartenbau und der Botanik. Außerhalb dieses Fachgebiets wird das Wort kaum verstanden.
Für eine erfolgreiche Pfropfung muss der Reiser gesund sein.
„Tourist“ und „Reiser“ können beide eine Person meinen, die unterwegs ist oder eine Reise macht. „Tourist“ ist das normale Wort für jemanden, der zur Erholung oder aus Interesse an einen anderen Ort reist. „Reiser“ ist dagegen veraltet oder dichterisch und wird im heutigen Alltag kaum für Personen benutzt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil „Reiser“ wie eine Person klingt, die reist. In normalen Gesprächen, auf Reisen oder in der Stadt sagt man fast immer „Tourist“. „Reiser“ passt höchstens in alten Texten oder in einem poetischen Stil.

In dem alten Gedicht zieht ein einsamer Reiser durch die Berge.
Am Bahnhof fragt ein Tourist nach dem Weg zum Museum.