
der Reiser
Eine veraltete oder dichterische Bezeichnung für eine Person, die eine Reise unternimmt; ein Reisender.
Müde und staubig erreichte der Reiser am Abend endlich das Gasthaus.
Reiser
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Eine veraltete oder dichterische Bezeichnung für eine Person, die eine Reise unternimmt; ein Reisender.
Müde und staubig erreichte der Reiser am Abend endlich das Gasthaus.

Ein junger Trieb oder Zweig einer Pflanze, der zur Veredelung auf eine andere Pflanze aufgepfropft wird. Es handelt sich um einen Fachbegriff aus dem Gartenbau.
Der Gärtner schnitt einen Reiser von dem alten Apfelbaum, um die Sorte zu erhalten.
Die beiden Bedeutungen sind durch den Kontext klar getrennt. Spricht man von Menschen, Geschichte oder Literatur, ist der Reisende gemeint. Spricht man von Pflanzen, Bäumen oder Gartenarbeit, ist der Zweig gemeint.
Der Dichter beschrieb den einsamen Reiser in den Bergen.
In dieser Bedeutung ist „der Reiser“ direkt vom Verb „reisen“ abgeleitet. Es ist die alte Form für eine Person, die reist.
Im Mittelalter war ein Reiser oft monatelang unterwegs.
Dieses Wort für einen Reisenden ist veraltet und wird heute nur noch in historischen oder poetischen Texten verwendet. Im modernen Deutsch spricht man von „der Reisende“ oder „die Reisende“.
In dem alten Roman kehrte der Reiser nach vielen Jahren zurück.
In dieser Bedeutung ist „der Reiser“ ein Fachbegriff aus dem Gartenbau und der Botanik. Außerhalb dieses Fachgebiets wird das Wort kaum verstanden.
Für eine erfolgreiche Pfropfung muss der Reiser gesund sein.
Der Reis ist ein Getreide und ein häufiges Grundnahrungsmittel. Der Reiser bezeichnet dagegen einen jungen Pflanzentrieb, der zur Veredelung verwendet wird. Für ein Lebensmittel passt daher „Reis“, für einen solchen Trieb im Gartenbau „Reiser“.

Für die Veredelung setzt der Gärtner einen Reiser auf den jungen Baum.
Für das Mittagessen kocht sie Reis mit Gemüse.