Eine tief sitzende, gefühlsbetonte Abneigung oder ein Groll gegenüber Personen oder Gruppen, der oft aus einem Gefühl der Unterlegenheit oder Benachteiligung entsteht.
beispiel
Seine politischen Ansichten waren von tiefen Ressentiments gegen die Elite geprägt.
Tipps
Register: Gehobene Sprache
„Ressentiment“ ist ein Wort der gehobenen Schriftsprache und wird oft in intellektuellen, politischen oder soziologischen Diskussionen verwendet. Im normalen Alltag ist es eher selten.
BEISPIEL
Der Artikel analysiert die sozialen Ressentiments in der Gesellschaft.
Herkunft des Wortes
Das Wort stammt aus dem Französischen. Das erklärt die für das Deutsche untypische Schreibweise und Aussprache. Es wird ungefähr „Ressanti-mo(n)“ ausgesprochen.
BEISPIEL
Seine Rede war voller Ressentiments und Vorurteile.
Satzbau mit „gegen“
Die Abneigung richtet sich immer „gegen“ eine Person oder Gruppe. Diese Person oder Gruppe steht im Akkusativ.
BEISPIEL
Er hegt seit seiner Kindheit ein Ressentiment gegen Autoritäten.
Typische Verben
„Ressentiment“ wird oft mit den Verben „haben“, „hegen“ oder „schüren“ verwendet. „Hegen“ ist dabei eine besonders formelle und passende Wahl.
BEISPIEL
Populisten schüren gezielt Ressentiments in der Bevölkerung.
Vergleichen mit
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Ressentiment vs Hass
„der Hass“ und „das Ressentiment“ haben beide mit starker Abneigung und Groll zu tun. „Hass“ ist direkter und stärker; er kann offen gezeigt werden und richtet sich gegen eine Person, Gruppe oder Sache. „Ressentiment“ ist meist ein tiefer, länger versteckter Groll. Oft entsteht er, weil sich jemand benachteiligt oder weniger wert fühlt. Im Alltag ist „Hass“ viel direkter verständlich. „Ressentiment“ passt eher, wenn man über eine innere Haltung oder eine soziale Spannung genauer sprechen will.
Ressentiment
Gegen die erfolgreiche Kollegin entwickelte er ein stilles Ressentiment.
Hass
Sein Hass auf den alten Chef war so groß, dass er nicht mehr über ihn sprechen wollte.