Das Gefühl der Freude über das Missgeschick, den Schaden oder die Peinlichkeit, die eine andere Person erleidet.
beispiel
Als der arrogante Läufer kurz vor dem Ziel stürzte, konnte sich das Publikum eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort setzt sich aus „der Schaden“ und „die Freude“ zusammen. Es beschreibt also wörtlich die Freude über den Schaden oder das Pech einer anderen Person.
BEISPIEL
Seine Schadenfreude war ihm deutlich anzusehen.
Kultureller Kontext
„Schadenfreude“ ist ein international bekanntes deutsches Wort, da es in vielen Sprachen keine direkte Entsprechung mit einem einzigen Wort gibt. Es wird manchmal sogar in anderen Sprachen als Lehnwort verwendet.
BEISPIEL
Das Konzept der Schadenfreude ist psychologisch sehr interessant.
Typische Verbindungen
Häufige Verben mit diesem Nomen sind „Schadenfreude empfinden“, „Schadenfreude zeigen“ oder „sich die Schadenfreude nicht verkneifen können“. Es beschreibt oft eine spontane, manchmal unterdrückte Reaktion.
BEISPIEL
Als sein Konkurrent einen Fehler machte, konnte er eine gewisse Schadenfreude nicht verbergen.
Vergleichen mit
antonym
Schadenfreude vs Mitleid
„Mitleid“ und „Schadenfreude“ sind Gegensätze. Bei „Mitleid“ fühlt man mit einer Person, der etwas Schlechtes passiert ist. Man findet ihr Leid traurig oder schlimm. Bei „Schadenfreude“ freut man sich gerade darüber, dass jemand ein Missgeschick hat oder sich blamiert. Der Unterschied liegt also in der Reaktion auf das Unglück einer anderen Person: Mitgefühl oder Freude darüber.
Schadenfreude
Nach seinem Fehler im Meeting konnte Tom die Schadenfreude der anderen deutlich spüren.
Mitleid
Ihr Mitleid war ehrlich, als sie den verletzten Jungen in der Stadt sah.