schlüpfen
Sich schnell, leise und gewandt durch eine enge Öffnung oder an etwas vorbei bewegen.
Die Maus schlüpfte schnell in ein Loch in der Wand.

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Sich schnell, leise und gewandt durch eine enge Öffnung oder an etwas vorbei bewegen.
Die Maus schlüpfte schnell in ein Loch in der Wand.

Da „schlüpfen“ eine Bewegung oder eine Zustandsänderung beschreibt, wird das Perfekt immer mit dem Hilfsverb „sein“ gebildet, nicht mit „haben“.
Die Katze ist schnell unter das Bett geschlüpft.
Das Verb „schlüpfen“ wird fast immer von einer Präposition begleitet, die eine Richtung angibt. Typische Präpositionen sind „in“ (Akkusativ), „aus“ (Dativ) oder „durch“ (Akkusativ).
Er schlüpfte aus seinen nassen Schuhen.
Wenn es um die Geburt von Tieren aus Eiern geht, wird die feste Kombination „aus dem Ei schlüpfen“ verwendet. Das ist der Standardausdruck für diesen Vorgang.
Nach 21 Tagen sind die Küken aus den Eiern geschlüpft.
Die Redewendung „in eine Rolle schlüpfen“ ist sehr gebräuchlich. Sie wird nicht nur für Schauspieler benutzt, sondern für jede Person, die eine bestimmte Funktion oder Identität annimmt.
Als ältestes Kind musste sie oft in die Rolle der Verantwortlichen schlüpfen.
„spielen“ und „in eine Rolle schlüpfen“ können beide beschreiben, dass jemand eine andere Person darstellt. „spielen“ ist das direkte und normale Wort für Schauspiel: Man spielt eine Rolle in einem Film oder Theaterstück. „in eine Rolle schlüpfen“ klingt bildlicher. Es betont, dass jemand die Identität oder Funktion einer Figur annimmt, fast wie ein Kleidungsstück. Das kann besonders passen, wenn man über die Verwandlung in eine Figur spricht. Verwechselbar sind die Ausdrücke, weil beide beim Schauspiel vorkommen. Als einfache Orientierung gilt: Man spielt die Rolle; man schlüpft in die Rolle.

Für das Kinderfest schlüpft Maria in die Rolle einer Königin.
Der Schauspieler spielt in der Serie einen Polizisten.