Ein ehrenamtlicher Richter (Laie), der in Deutschland und anderen Ländern an Gerichtsverhandlungen teilnimmt und gemeinsam mit den Berufsrichtern über Schuld und Strafe entscheidet.
beispiel
Als Schöffe am Amtsgericht hatte er eine große Verantwortung.
Tipps
N-Deklination
„Der Schöffe“ ist ein Nomen der N-Deklination. Das bedeutet, es erhält in allen Fällen außer dem Nominativ Singular die Endung „-n“. Dies ist ein häufiger Fehler bei Lernenden.
BEISPIEL
Das Gericht befragte den Schöffen nach seiner Meinung.
Kultureller Kontext
Ein Schöffe ist kein Berufsrichter, sondern ein Bürger, der ein Ehrenamt ausübt. Dieses System der Laienbeteiligung ist ein wichtiger Teil des deutschen Justizsystems.
BEISPIEL
Viele Bürger wissen nicht, dass sie zum Schöffen berufen werden können.
Typische Verbindungen
Im Zusammenhang mit diesem Amt werden oft bestimmte Verben verwendet. Typisch sind „zum Schöffen berufen werden“, „als Schöffe tätig sein“ oder „als Schöffe am Gericht mitwirken“.
BEISPIEL
Sie wurde für die nächste Amtsperiode zur Schöffin berufen.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Schöffe vs Richter
„der Richter“ und „der Schöffe“ gehören beide zu einer Gerichtsverhandlung und entscheiden mit über Schuld und Strafe. Ein Richter ist ein Berufsrichter und arbeitet beruflich am Gericht. Ein Schöffe ist kein Berufsrichter, sondern eine ehrenamtliche Person ohne juristischen Beruf, die bei bestimmten Verfahren mitentscheidet. Die Wörter sind verwechselbar, weil ein Schöffe auch eine Art Richter ist. Wenn man allgemein den Beruf am Gericht meint, sagt man „Richter“. Wenn man die ehrenamtliche Rolle meint, ist „Schöffe“ genauer.
Schöffe
Als Schöffe sitzt Herr Kaya an einigen Tagen im Jahr mit im Gerichtssaal.
Richter
Die Richterin fragt den Zeugen noch einmal nach dem genauen Ablauf.