schöpfen
Eine Flüssigkeit oder eine breiige Masse mit einem Gefäß (z.B. Kelle, Tasse) oder den Händen aus einer größeren Menge entnehmen.
Sie schöpfte eine Kelle Suppe aus dem großen Topf.

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Eine Flüssigkeit oder eine breiige Masse mit einem Gefäß (z.B. Kelle, Tasse) oder den Händen aus einer größeren Menge entnehmen.
Sie schöpfte eine Kelle Suppe aus dem großen Topf.

Das Verb „schöpfen“ ist die Wurzel für die Wörter „der Schöpfer“ (creator) und „die Schöpfung“ (creation). Dies unterstreicht besonders die Bedeutung des kreativen Erschaffens.
Viele Religionen haben eine Geschichte über die Schöpfung der Welt.
In seiner wörtlichen Bedeutung wird „schöpfen“ oft mit der Präposition „aus“ verwendet, um die Quelle zu nennen. Das Muster lautet: etwas aus etwas schöpfen.
Er schöpfte mit den Händen Wasser aus dem Bach.
Die übertragene Bedeutung wird fast immer in festen Kombinationen verwendet. Die häufigsten sind: Mut schöpfen, Hoffnung schöpfen, Kraft schöpfen und Inspiration schöpfen.
Nach dem langen Winter schöpfen die Menschen im Frühling neue Kraft.
Die Kombination „Verdacht schöpfen“ ist eine feste Redewendung. Sie bedeutet, dass man anfängt, misstrauisch zu werden. „Schöpfen“ wird in diesem Sinne nicht mit anderen Nomen kombiniert.
Als niemand zu Hause war, obwohl Licht brannte, schöpfte die Nachbarin Verdacht.
In der Bedeutung „erschaffen“ gehört „schöpfen“ einem gehobenen, oft literarischen oder philosophischen Sprachstil an. Es wird für künstlerische oder intellektuelle Leistungen verwendet.
Der Komponist schöpft seine Ideen aus der Stille der Natur.
„schaffen“ und „schöpfen“ können beide bedeuten, dass etwas Neues entsteht. In diesem Sinn ist „schaffen“ das normale Wort für hervorbringen oder erschaffen, zum Beispiel bei Kunst, Ideen oder neuen Möglichkeiten. „schöpfen“ ist in dieser kreativen Bedeutung gehobener und seltener. Es klingt eher literarisch oder sehr bewusst formuliert. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit Kreativität zu tun haben. Im Alltag sagt man meistens „schaffen“; „schöpfen“ passt eher, wenn man eine besondere geistige oder künstlerische Leistung betonen will.

Aus ihren Erinnerungen schöpft die Autorin viele Ideen für den Roman.
Die Stadt will neue Plätze für Kinder und Familien schaffen.