
schaffen
Eine Aufgabe oder Herausforderung erfolgreich bewältigen oder zu Ende bringen. In dieser Bedeutung wird das Verb schwach konjugiert (schaffte, geschafft).
Ich hoffe, ich schaffe die Prüfung morgen.
Loading your saved state.

Eine Aufgabe oder Herausforderung erfolgreich bewältigen oder zu Ende bringen. In dieser Bedeutung wird das Verb schwach konjugiert (schaffte, geschafft).
Ich hoffe, ich schaffe die Prüfung morgen.

Etwas Neues hervorbringen, kreieren oder erschaffen. In dieser Bedeutung wird das Verb oft stark konjugiert (schuf, geschaffen).
Der Architekt hat ein beeindruckendes Gebäude geschaffen.

Jemanden oder etwas an einen bestimmten Ort bringen oder transportieren.
Der Verletzte wurde sofort ins Krankenhaus geschafft.

Einer Person Probleme, Sorgen oder Schwierigkeiten bereiten.
Die andauernde Hitze macht den älteren Leuten sehr zu schaffen.

(Hauptsächlich süddeutsch, schweizerisch, österreichisch) Arbeiten, insbesondere körperlich.
Mein Großvater hat sein Leben lang hart geschafft.
Achtung, dieses Verb hat zwei Vergangenheitsformen! Für „erfolgreich bewältigen“ (Bedeutung m01) ist es schwach: schaffte, hat geschafft. Für „etwas Neues erschaffen“ (Bedeutung m02) ist es stark: schuf, hat geschaffen.
Er hat die Prüfung mit Bravour geschafft.
In der Bedeutung „etwas bewältigen“ wird „schaffen“ sehr häufig mit dem Pronomen „es“ verwendet. Die Wendung „Ich schaffe das!“ ist ein sehr typischer Ausdruck für Motivation.
Keine Sorge, wir schaffen das schon zusammen!
In der Bedeutung „kreieren“ wird „schaffen“ oft mit abstrakten Nomen verwendet. Typische Kombinationen sind „Arbeitsplätze schaffen“, „Ordnung schaffen“, „Klarheit schaffen“ oder „Platz schaffen“.
Die neue Fabrik soll 500 Arbeitsplätze schaffen.
Wenn „schaffen“ für „transportieren“ verwendet wird, hat es oft einen leicht umgangssprachlichen Ton. Es impliziert, dass der Transport mit etwas Eile oder Mühe verbunden ist.
Kannst du die alten Zeitungen bitte in den Keller schaffen?
Die feste Wendung „jemandem zu schaffen machen“ erfordert den Dativ. Die Person, die Probleme hat, steht im Dativ, während die Ursache der Probleme das Subjekt des Satzes ist.
Der Lärm von der Baustelle macht mir zu schaffen.
In Süddeutschland, Österreich und der Schweiz ist „schaffen“ ein gängiges Wort für „arbeiten“. In anderen Teilen Deutschlands würde man in den meisten Kontexten „arbeiten“ verwenden.
Was schaffst du denn beruflich?
„Können“ und „schaffen“ können sich auf eine Aufgabe bis zu einem Termin beziehen. „Können“ fragt nach Fähigkeit oder Möglichkeit, während „schaffen“ betont, dass die Aufgabe unter den konkreten Bedingungen wirklich fertig wird. Für eine Frist ist „schaffen“ daher oft genauer.

Schaffst du es, den Bericht bis morgen fertig zu schreiben?
Kannst du den Bericht bis morgen fertig schreiben?