schaffen
Eine Aufgabe oder Herausforderung erfolgreich bewältigen oder zu Ende bringen. In dieser Bedeutung wird das Verb schwach konjugiert (schaffte, geschafft).
Ich hoffe, ich schaffe die Prüfung morgen.

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Eine Aufgabe oder Herausforderung erfolgreich bewältigen oder zu Ende bringen. In dieser Bedeutung wird das Verb schwach konjugiert (schaffte, geschafft).
Ich hoffe, ich schaffe die Prüfung morgen.

Achtung, dieses Verb hat zwei Vergangenheitsformen! Für „erfolgreich bewältigen“ (Bedeutung m01) ist es schwach: schaffte, hat geschafft. Für „etwas Neues erschaffen“ (Bedeutung m02) ist es stark: schuf, hat geschaffen.
Er hat die Prüfung mit Bravour geschafft.
In der Bedeutung „etwas bewältigen“ wird „schaffen“ sehr häufig mit dem Pronomen „es“ verwendet. Die Wendung „Ich schaffe das!“ ist ein sehr typischer Ausdruck für Motivation.
Keine Sorge, wir schaffen das schon zusammen!
In der Bedeutung „kreieren“ wird „schaffen“ oft mit abstrakten Nomen verwendet. Typische Kombinationen sind „Arbeitsplätze schaffen“, „Ordnung schaffen“, „Klarheit schaffen“ oder „Platz schaffen“.
Die neue Fabrik soll 500 Arbeitsplätze schaffen.
Wenn „schaffen“ für „transportieren“ verwendet wird, hat es oft einen leicht umgangssprachlichen Ton. Es impliziert, dass der Transport mit etwas Eile oder Mühe verbunden ist.
Kannst du die alten Zeitungen bitte in den Keller schaffen?
Die feste Wendung „jemandem zu schaffen machen“ erfordert den Dativ. Die Person, die Probleme hat, steht im Dativ, während die Ursache der Probleme das Subjekt des Satzes ist.
Der Lärm von der Baustelle macht mir zu schaffen.
In Süddeutschland, Österreich und der Schweiz ist „schaffen“ ein gängiges Wort für „arbeiten“. In anderen Teilen Deutschlands würde man in den meisten Kontexten „arbeiten“ verwenden.
Was schaffst du denn beruflich?
„können“ und „schaffen“ können beide ausdrücken, dass jemand etwas bewältigt. „können“ ist allgemeiner: Es geht um Fähigkeit oder Möglichkeit. „schaffen“ passt eher, wenn etwas anstrengend ist, Zeitdruck hat oder ein Ziel erreicht werden muss. Lernende verwechseln die Wörter, weil man oft fragen kann: „Kannst du das?“ oder „Schaffst du das?“ Der Unterschied ist der Blickwinkel: „können“ fragt nach der Möglichkeit oder Fähigkeit, „schaffen“ nach dem erfolgreichen Fertigwerden.

Wir schaffen die Vorbereitung heute noch, wenn alle mithelfen.
Wegen des Streiks kann Lisa am Montag nicht nach München fahren.