
schulden
Die Verpflichtung haben, jemandem einen geliehenen Geldbetrag zurückzuzahlen.
Ich schulde dir noch 20 Euro für die Kinokarten.
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Die Verpflichtung haben, jemandem einen geliehenen Geldbetrag zurückzuzahlen.
Ich schulde dir noch 20 Euro für die Kinokarten.

Jemandem gegenüber zu etwas Nicht-Materiellem verpflichtet sein, zum Beispiel zu Dank, einer Erklärung oder einer Entschuldigung.
Nach deinem unhöflichen Verhalten schuldest du ihr eine Entschuldigung.

Durch etwas verursacht oder bedingt sein; auf etwas zurückzuführen sein. Wird meist im Passiv verwendet.
Die Verzögerung ist den unerwarteten technischen Problemen geschuldet.
Das Verb „schulden“ ist direkt mit dem Nomen „die Schuld“ (Einzahl) und „die Schulden“ (Mehrzahl) verbunden. Wenn man Schulden hat, schuldet man jemandem etwas.
Er hat hohe Schulden bei der Bank.
Das Verb „schulden“ braucht fast immer zwei Objekte. Die Person, der man etwas schuldet, steht im Dativ. Die Sache, die man schuldet, steht im Akkusativ.
Der Chef schuldet seinen Mitarbeitern (Dativ) eine Erklärung (Akkusativ).
Die Wendung „etwas ist jemandem/etwas geschuldet“ ist eine feste, passivähnliche Konstruktion. Sie bedeutet „etwas ist die Folge von etwas“ oder „etwas wird durch etwas verursacht“. Die Ursache steht dabei im Dativ.
Der Erfolg des Projekts ist der guten Teamarbeit geschuldet.
Wenn es um Geld geht, wird „schulden“ oft mit konkreten Nomen wie „Geld“, „einen Betrag“, „die Miete“ oder einer Währung kombiniert.
Sie schuldet ihrer Freundin noch 50 Euro.
Bei nicht-materiellen Verpflichtungen sind typische Kombinationen „eine Entschuldigung schulden“, „eine Erklärung schulden“, „Dank schulden“ oder „Respekt schulden“.
Für deine Hilfe schulde ich dir großen Dank.
Die Konstruktion „geschuldet sein“ wird hauptsächlich in der Schriftsprache und in formellen Kontexten verwendet. Sie klingt oft etwas formeller und distanzierter.
Die hohe Fehlerquote war den knappen Fristen geschuldet.
Schuldig und schulden können beide ausdrücken, dass jemand eine Geldleistung zurückgeben muss. Schuldig steht meist in der Verbindung „jemandem etwas schuldig sein“, während schulden als Verb die Handlung oder bestehende Verpflichtung direkt bezeichnet. Verwende schuldig mit sein, schulden mit einem Dativ- und Akkusativobjekt.

Ich schulde meiner Schwester noch hundert Euro.
Ich bin meiner Schwester noch hundert Euro schuldig.