
schuldig
Die Verantwortung für eine moralische oder rechtliche Verfehlung oder eine Straftat tragend.
Das Gericht sprach den Angeklagten des Diebstahls schuldig.
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Die Verantwortung für eine moralische oder rechtliche Verfehlung oder eine Straftat tragend.
Das Gericht sprach den Angeklagten des Diebstahls schuldig.

Verpflichtet sein, jemandem Geld oder eine andere Leistung zurückzugeben.
Ich bin dir noch zwanzig Euro für das Abendessen schuldig.

Im übertragenen Sinne verpflichtet sein, jemandem Dank, eine Erklärung oder eine Gefälligkeit zu erweisen.
Nach all seiner Hilfe war sie ihm eine Erklärung schuldig.
„Schuldig“ ist das Adjektiv zum Nomen „die Schuld“. Da „die Schuld“ sowohl „Verfehlung“ als auch „Geldschulden“ bedeuten kann, hat auch das Adjektiv „schuldig“ diese beiden Hauptbedeutungen.
Er hat seine Schulden bezahlt und ist jetzt nichts mehr schuldig.
In der Rechtssprache wird die Straftat, für die jemand verurteilt wird, oft mit dem Genitiv angegeben. Diese Konstruktion ist sehr formell.
Der Angeklagte wurde des Betrugs schuldig gesprochen.
Wenn man jemandem etwas schuldet, ist die Satzstruktur fest: Die Person, die schuldet, steht im Nominativ, die Person, der man etwas schuldet, im Dativ und die Sache oder der Betrag im Akkusativ.
Ich bin dir noch eine Erklärung schuldig.
Steht „schuldig“ allein oder mit „an“ (+ Dativ), bedeutet es meist „moralisch oder rechtlich verantwortlich“. Steht es mit einer Person im Dativ und einer Sache im Akkusativ, bedeutet es „jemandem etwas schulden“.
Sie fühlt sich schuldig, weil sie nicht geholfen hat.
Mit „schuld sein an“ sagt man, wer oder was ein negatives Ereignis verursacht hat. „Schuldig“ nennt eine Person, die eine moralische oder rechtliche Verfehlung begangen hat. Bei einem Missgeschick passt daher oft „schuld“, bei einer bewerteten Verfehlung „schuldig“.

Das Gericht erklärte Mara für schuldig, weil sie fremdes Eigentum absichtlich zerstört hatte.
Mara ist schuld daran, dass die Vase beim Spielen zerbrach.