simulieren
Vortäuschen, einen bestimmten körperlichen oder seelischen Zustand zu haben, zum Beispiel eine Krankheit oder ein Gefühl.
Er hat nur eine Erkältung simuliert, um nicht zur Prüfung gehen zu müssen.

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Vortäuschen, einen bestimmten körperlichen oder seelischen Zustand zu haben, zum Beispiel eine Krankheit oder ein Gefühl.
Er hat nur eine Erkältung simuliert, um nicht zur Prüfung gehen zu müssen.

Verben auf „-ieren“ sind fast immer aus einer anderen Sprache entlehnt und folgen einem festen Muster: Sie sind regelmäßig, untrennbar und bilden das Perfekt mit „haben“ und dem Partizip II auf „-t“ (simuliert).
Wir haben am Computer simuliert, wie sich das Klima verändern wird.
Das Objekt des Verbs verrät die Bedeutung. Bezieht es sich auf einen persönlichen Zustand (Krankheit, Gefühl), bedeutet es „vortäuschen“. Bezieht es sich auf einen Prozess oder ein System, bedeutet es „nachbilden“.
Er simulierte Begeisterung, obwohl ihm das Geschenk nicht gefiel.
In dieser Bedeutung wird „simulieren“ oft mit negativen oder erwünschten Zuständen kombiniert. Typisch sind: eine Krankheit simulieren, Schmerzen simulieren, Interesse simulieren oder einen Orgasmus simulieren.
Der Angeklagte simulierte eine psychische Störung, um einer Strafe zu entgehen.
Diese Bedeutung ist häufig in Wissenschaft und Technik. Man kann einen Prozess simulieren, einen Flug simulieren, eine Notfallsituation simulieren oder Bedingungen simulieren.
Mit dem Programm können Architekten simulieren, wie das Licht in ein Gebäude fällt.
„markieren“ und „simulieren“ können beide bedeuten, dass jemand etwas nur so tut, als wäre es echt. In dieser Bedeutung klingt „markieren“ eher umgangssprachlich und oft abwertend, zum Beispiel wenn jemand Schmerzen oder eine Krankheit nur vorspielt. „simulieren“ kann ebenfalls dieses Vortäuschen eines Zustands meinen, klingt aber neutraler oder fachlicher. Außerdem hat „simulieren“ noch eine andere wichtige Bedeutung: Man kann mit einem Modell oder Computer eine reale Situation nachbilden, zum Beispiel für ein Training. Verwechseln kann man die Wörter vor allem bei Krankheit oder Gefühlen. Wenn es um ein Modell oder eine technische Nachbildung geht, passt nur „simulieren“.

Im Kurs simulieren die Teilnehmenden ein Gespräch mit einem Kunden.
Er markiert krank, weil er heute keine Lust auf das Training hat.